Morddrohungen wegen "Jamaika" im Saarland: Grünen-Chef Ulrich unter Personenschutz
zuletzt aktualisiert: 15.10.2009 - 16:21Saarbrücken (RPO). Zahlreiche Anrufe sind bei der Geschäftsstelle der Saar-Grünen und die Partei bedroht. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Ermittlungen aufgenommen. Nach Morddrohungen ist der saarländische Grünen-Vorsitzende Hubert Ulrich nun unter Personenschutz gestellt worden.
Dabei handele es sich um "beleidigende und bedrohende" Anrufe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Bernd Meiners, am Donnerstag in Saarbrücken. Wie ernst zu nehmen diese Anrufe sind, konnte er aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht sagen.
Ein Sprecher der Grünen-Geschäftsstelle bestätigte zahlreiche Anrufe nach der Entscheidung für eine sogenannte Jamaika-Koalition mit CDU und FDP. Unter anderem sei mit einem Anschlag auf die Geschäftsstelle gedroht worden, sagte er. Dass es zu zahlreichen Reaktionen kommen würde, sei abzusehen gewesen. Dennoch seien die Grünen überrascht gewesen, dass sie "in dieser Intensität" erfolgt seien.
Während es unmittelbar nach dem Landesparteitag nicht nur zahlreiche Anrufe sondern auch Hunderte von E-Mails gegeben habe, seien diese in den letzten Tagen deutlich weniger geworden. Neben zumeist ablehnenden Reaktionen habe es allerdings auch zahlreiche zustimmende Rückmeldungen zum Parteitagsbeschluss gegeben.
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