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Umstrittene Rede
Oettinger entschuldigt sich für "Schlitzaugen"-Äußerung

Günther Oettinger bittet um Verzeihung für "Schlitzaugen"-Äußerung
Kritiker forderten sogar den Rücktritt Günther Oettingers nach dessen Rede in Hamburg. FOTO: dpa, kes tba lof
Brüssel. Späte Einsicht: EU-Kommissar Oettinger hat offiziell um Entschuldigung für seine "Schlitzaugen"-Rede gebeten. Er sehe ein, dass seine Wortwahl negative Gefühle erzeugt habe und einige Menschen sogar verletzt haben könnte.

Das teilte Günther Oettinger in Brüssel mit. Er bitte deswegen um Verzeihung für alle Äußerungen, die "nicht so respektvoll waren, wie sie es hätten sein sollen".

Oettinger hatte in einer Rede in Hamburg unter anderem Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet, von einer "Pflicht-Homoehe" gesprochen und missverständliche Äußerungen zur Frauenquote gemacht. Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los und Oettinger sah sich sogar mit Rücktrittsforderungen konfrontiert.

Das chinesische Außenministerium hatte mit Verärgerung auf die Äußerungen reagiert. Diese offenbarten ein "verblüffendes Überlegenheitsgefühl" bei so manchen westlichen Politikern, sagte eine Sprecherin. "Wir hoffen, dass sie lernen, sich selbst und andere objektiv zu betrachten und andere zu respektieren und als Gleichberechtigte zu behandeln." Oettinger soll zum Jahreswechsel das mächtige Haushaltsressort in der EU-Kommission übernehmen.

(dpa/afp/jeku)
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