| 13.37 Uhr

EU-Kommissar legt nach
Oettinger nennt Petry eine "Schande für die deutsche Politik"

Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch
Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch FOTO: dpa, spf pil tmk
Berlin. EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat bei einer Podiumsdiskussion heftig über AfD-Chefin Frauke Petry gelästert. Nun legt er nach.

Auf einer von Microsoft Deutschland organisierten Podiumsdiskussion sagte der für Digitales zuständige EU-Kommissar: "Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen." Das bestätigten Teilnehmer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zuerst hatte der Deutschlandfunk darüber berichtet. 

Petry wirbt seit Langem für eine harte Flüchtlingspolitik der geschlossenen Grenzen und hatte für erhebliches Aufsehen und scharfe Kritik gesorgt, als sie sich dafür aussprach, Flüchtlinge notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern.

Bei Twitter wird die Aussage Oettingers reichlich kommentiert – wie etwa von diesem User.

Und natürlich gibt es auch jede Menge Spott für die Aussage.

Oder auch von diesem Twitterer.

Oettinger blieb auch am Dienstag bei seiner Aussage. "Die Aussage der Vorsitzenden der AfD, dass man die Grenzen schützen müsse und nötigenfalls auch Waffengewalt anwenden sollte, wenn es um Flüchtlinge geht, halte ich für menschenverachtend und unmöglich", sagte er am Rande eines Auftritts in Berlin. "Diese Frau ist eine Schande für die deutsche Politik – und das habe ich deutlich gesagt."

Petry selbst wollte auf die Äußerung ausdrücklich nicht reagieren: "Nein, sie amüsiert sich still", sagte AfD-Sprecher Christian Lüth auf Nachfrage.

(das/dpa)
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