kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Guttenberg Afghanistan Panorama 091115
  Foto: AFP, AFP
Kommentare ()

Lage in Afghanistan: Guttenberg: Das Wort "Krieg" ist angemessen

zuletzt aktualisiert: 15.11.2009 - 22:11

Berlin (RPO). Verteidigungsminister zu Guttenberg hält den Begriff "Krieg" zur umgangssprachlichen Beschreibung der Lage in Afghanistan für angemessen. Er äußerte Verständnis dafür, wenn die Bevölkerung den Einsatz am Hindukusch so bezeichnet. Außenminister Westerwelle will unterdessen die Voraussetzungen für einen Abzug aus dem Land schaffen.  

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) stellte klar, dass es sich nach dem Völkerrecht nicht um einen Krieg handele. "Aber ich glaube, wir dürfen den Begriff schon so in der Umgangssprache nutzen, damit er auch verstanden wird", sagte er der ARD für den "Bericht aus Berlin" am Sonntag.

Er "habe großes Verständnis dafür", wenn der Bundeswehr-Einsatz als Krieg beschrieben werde. "Das ist eine Empfindung. Das ist ein Wort, das ja nicht nur die juristische Dimension kennt, sondern eben auch die umgangssprachliche", sagte der Minister. Was das Völkerrecht als Umschreibung biete, "wenn man jetzt von nicht internationalen bewaffneten Konflikten spricht und ähnlichem", sei sicher keine Sprache, die Soldaten oder die Bevölkerung gebrauchten.

Guttenberg betonte, die afghanische Regierung müsse mit Taten in Vorleistung gehen. Er habe ein sehr offenes Gespräch mit Präsident Hamid Karsai gehabt. Die Beiträge der afghanischen Regierung "dürfen sich nicht nur in Worten erschöpfen", sagte der CSU-Politiker. "Sie müssen Taten nach sich ziehen. Und die Korruptionsbekämpfung, Kriminalitätsbekämpfung, auch die Frage Drogenanbau, all das sind nicht nur Dinge, die man der internationalen Gemeinschaft überlassen kann, sondern da ist auch die afghanische Regierung gefragt."

Bei der Afghanistan-Konferenz zu Beginn nächsten Jahres müsse die neue Strategie definiert werden. Dies schließe zeitliche Zielmarken ein.

Der Hubschrauber-Konvoi des Verteidigungsministers war bei seinem Besuch in Afghanistan beschossen worden. Die Helikopter wurden am Freitagmittag wenige Minuten nach dem Start im nordafghanischen Kundus vom Boden aus beschossen, aber nicht getroffen. Guttenberg sprach während des Besuchs von "kriegsähnlichen Zuständen in Teilen Afghanistans". Die Gefahrenlage in der Umgebung von Kudus habe sich zugespitzt.

Westerwelle fasst Abzug ins Auge

Unterdessen will Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will in den kommenden vier Jahren die Voraussetzungen für einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan schaffen. "Wir müssen in dieser Legislaturperiode mit dem Konzept der selbsttragenden Sicherheit in Afghanistan so weit kommen, dass eine Abzugsperspektive in Sicht gerät", sagte der FDP-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" und fügte hinzu: "Wir wollen nicht auf ewig in Afghanistan bleiben."

Als Voraussetzungen für einen Abzug nannte Westerwelle die Stärkung der Demokratie in Afghanistan sowie die Eindämmung der Korruption, zu der auch die afghanische Regierung ihren Anteil beitragen müsse. Deutschland werde seinen Beitrag leisten bei der Polizeiausbildung. Dass der Abzug aber bereits bis 2013 vollzogen sein könnte, ist nach Aussage des Außenministers aber unwahrscheinlich.

Quelle: AP/AFP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Duisburgs Oberbürgermeister (CDU) muss sich am Sonntag einem Bürgerentscheid stellen. Wenn ... mehr 

Griechenland taumelt ins Chaos

Euro-Krise spitzt sich zu

Griechenland taumelt ins Chaos

Gibt es im griechischen Parlament am Sonntag keine Mehrheit für neue Spar- und Reformschritte, wird Athen der Geldhahn zugedreht. Bundeskanz ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Euro-Krise spitzt sich zu

Griechenland taumelt ins Chaos

Schulpolitik in NRW

Bürokratie plagt die Lehrer

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Bundespräsident Christian Wulff

Neue Vorwürfe gegen Bundespräsidenten

Wulff nutzte Firmen-Handy eines Freundes

Als niedersächsischer Regierungschef hat Bundespräsident Christian Wulff mehrere Monate lang ein Firmen-Handy des befreundeten Filmfondsmanagers David Groenewold benutzt. mehr

 

Hollywood-Star trifft deutschen Politiker

Angelina Jolie bei Außenminister Westerwelle

 

Kanzlerin stärkt Wulff den Rücken

Merkel lobt "Transparenz" des Bundespräsidenten

 

Immunität von zwei Abgeordneten aufgehoben

Staatsanwalt kann weiter gegen Linke ermitteln

 

Affäre um den Bundespräsidenten

Neue Rücktrittsforderungen gegen Wulff

 
Top-Services