Volkstrauertag: Guttenberg ehrt die Toten der Bundeswehr
zuletzt aktualisiert: 15.11.2009 - 15:13Berlin (RPO). Zum ersten Mal hat die Bundeswehr zum Volkstrauertag ihrer 3.100 Toten am neuen Ehrenmal in Berlin gedacht. "Der Verlust hat eine Lücke gerissen, die nicht mehr gefüllt werden kann", sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Sonntag. "Wir werden sie nicht vergessen."
Der Tod der Soldaten rufe in Erinnerung, dass Sicherheit und Freiheit nicht selbstverständlich seien. Gerade gefährliche Einsätze wie der in Afghanistan erforderten den ganzen Einsatz und in letzter Konsequenz als "höchsten Preis" auch das eigene Leben.
Dienen und Pflichterfüllung seien Kategorien, mit denen sich viele schwer täten, fügte der CSU-Politiker an. "Dankbarkeit ist eine bedenklich seltene Kategorie." Doch werde die Bundeswehr ihren Toten ein ehrendes Angedenken erhalten und daran erinnern, wofür sie gestorben sind. "Wir sind es ihnen schuldig, heute am Volkstrauertag und an jedem einzelnen Tag des Jahres", sagte zu Guttenberg.
In diesem Jahr starben nach Guttenbergs Worten neun Bundeswehr-Angehörige, die meisten von ihnen im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz. Seit 1955 waren es insgesamt etwa 3.100. "Unsere Toten sind nicht anonym", sagte der Minister. "Hinter jedem Namen verbirgt sich ein Schicksal." Sein Mitgefühl gelte vor allem den Angehörigen.
Das neue Ehrenmal im Hof des Bendlerblocks, dem Sitz des Verteidigungsministeriums, war im September eröffnet worden. Kern des quaderförmigen Baus ist der in Schwarz gehaltene "Raum der Stille" im Inneren.
Zuvor hatte Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan bereits am Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Dies folge einer langjährigen Tradition, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.
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