Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist auf USA-Reise. Der neue Star der Bundesregierung gewährt den Fotografen großzügigen Einblick. Manchmal erinnern die Bilder an Obama, manchmal wirken sie komisch.
Der Reihe nach. Am Sonntag besteigt Guttenberg den Flieger der Bundesregierung in Richtung New York. Er wirkt fröhlich. Wer ihn kennt, weiß, dass der CSU-Politiker ein erwiesener USA-Kenner ist und eigentlich aus der Außenpolitik kommt.
Im Flieger sind - wie üblich bei Auslandsreisen - Journalisten mit an Bord. Dass von den Diskussionen mit dem Minister aber Bilder über die Agenturen gejagt werden, ist neu. Man kennt solche Motive aus jüngerer Vergangenheit vor allem von den Reisen des neuen US-Präsidenten Barack Obama.
Natürlich ist das kein Zufall. Guttenberg hat in seinen ersten Amtswochen bewiesen, dass er weiß, wie die Medien-Klaviatur zu bedienen ist. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Michael Glos mied er kein Mikrofon, keine Kamera. Innerhalb weniger Wochen schnellte sein Bekanntheitsrgrad auf das Niveau der populärsten Kabinettskollegen.
Die Bilder aus dem Flieger zeigen den Minister bei der Arbeit, vertieft in die Lektüre von Papieren.
Vermeintlich heimlich geschieht diese Aufnahme zwischen zwei Rücklehnen hindurch. Sie erweckt den Anschein, als beobachte man den Minister bei seiner Arbeit.
Weitere Bilder der US-Reise zeigen den CSU-Politiker auf den Straßen von New York - und erinnern an die Aufnahmen, die man als US-Tourist nach einem NY-Trip üblicherweise so nach Hause mitbringt.
Der Wirtschaftsminister auf ernster Mission als staunender Tourist im Big Apple. Ob die Bilder auch die gewünschte Außenwirkung erzielen, bleibt abzuwarten.
Man darf gespannt sein, welche Bildmotive Guttenberg in den kommenden Wochen noch liefern wird.