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Umfrage: Guttenberg ist beliebter als Merkel

zuletzt aktualisiert: 24.07.2009 - 11:11

Mainz (RPO). Er ist erst seit gut fünf Monaten im Amt. Und schon hat er das Vertrauen der Bürger erobert. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat Kanzlerin Angela Merkel vom Thron des beliebtesten Politikers in Deutschland gestürzt.

Beim ZDF-Politbarometer kam der CSU-Minister auf einer Skala von plus 5 bis minus 5 auf einen Wert von 2,1 und verbesserte sich damit um 0,3 Punkte im Vergleich zur letzten Umfrage Anfang Juli.

CDU-Chefin Merkel erreichte einen Wert von 2,0 und büßte etwas ihrer Beliebtheit ein. Weit abgeschlagen sind alle anderen Politiker. So kommt Finanzminister Peer Steinbrück auf 1,1 und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (beide SPD) auf 1,0. Er büßte damit 0,2 Punkte ein. Auch Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) erreichte einen Wert von 1,0.

In der Kanzlerfrage konnte Merkel aber weiter Boden gut machen. Bei der Frage, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin hätten, liegt Merkel inzwischen 37 Prozentpunkte vor ihrem SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier. Wie das ZDF am Freitag in Mainz mitteilte, wollen aktuell 62 Prozent (plus 3) Merkel als nächste Kanzlerin, nur noch 25 Prozent (minus 3) sprechen sich für Steinmeier aus.

Bei den SPD-Anhängern kommt Merkel auf 40 Prozent und Steinmeier auf 50 Prozent Zuspruch. Selbst von den Anhängern der Grünen (48 Prozent/41 Prozent) und der Linken (44 Prozent/35 Prozent) wird Merkel stärker unterstützt als Steinmeier.

Die politische Stimmung für die Parteien bleibt im Vergleich zu Anfang Juli relativ unverändert. Momentan erreicht dabei die CDU/CSU unverändert 37 Prozent und die SPD 25 Prozent (minus 1). Die FDP kommt jetzt auf 13 Prozent (plus 1), die Linke auf 7 Prozent (minus 1), die Grünen bleiben unverändert bei 11 Prozent.

Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Dies berücksichtigt die Politbarometer-Projektion: Die CDU/CSU käme danach auf 36 Prozent (unverändert), die SPD auf 24 Prozent (minus 1), die FDP erhielte 14 Prozent (plus 1), die Linke 9 Prozent (unverändert) und die Grünen 11 Prozent (unverändert).

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen per Telefon 1224 zufällig ausgewählten Wahlberechtigte.

Quelle: AP/rm

 
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