kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Wahlkampf kommt in Fahrt: Guttenberg-Plan lässt Steinmeier „grausen”

VON EVA QUADBECK - zuletzt aktualisiert: 16.08.2009 - 23:37

Berlin (RP). Die Pläne zur Wirtschafts- und Industriepolitik aus dem Hause von Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) haben den Wahlkampf in Fahrt gebracht. SPD, Grüne und Linke empörten sich. „Was Herr zu Guttenberg anstrebt, lässt mich grausen: Arbeitnehmerrechte beschneiden, Mindestlöhne wieder abschaffen und Mehrwertsteuer erhöhen”, sagte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier.

Das Papier, das unsere Redaktion exklusiv veröffentlicht hatte, wurde vom Ministerium selbst als „überholte Stoffsammlung” bezeichnet. Es datiert allerdings vom Juli 2009. Die Pläne, die sehr unternehmensfreundlich sind, sehen einen Mix aus Flexibilisierungen im Arbeitsrecht, Abbau von Bürokratie und einer neuen Steuerpolitik vor. So will zu Guttenberg beispielsweise den Einkommensteuertarif senken. Finanziert werden soll dies durch die Abschaffung des halbierten Mehrwertsteuersatzes.

Zustimmung zu dem Papier kam hingegen von den Liberalen. „Der Bundeswirtschaftsminister fordert viel Richtiges”, sagte FDP-Vizefraktionschef Rainer Brüderle unserer Redaktion. Man frage sich nur, warum er als Abgeordneter und Minister alle schwarz-roten Sündenfälle von Steuererhöhungen bis zu Mindestlöhnen mitgetragen habe. „Das Ganze hört sich etwas nach Heldenmut nach dem Abpfiff an”, meinte Brüderle. Zudem werde es spannend, wie Herr zu Guttenberg seinen Parteichef Seehofer von solchen marktwirtschaftlichen Reformen überzeugen wolle.

Aus den Reihen von SPD, Grünen und Linken hagelte es an den wirtschaftspolitischen Plänen hingegen heftige Kritik. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) warf zu Guttenberg vor, er wolle zurück „in die umwelt- und klimapolitische Steinzeit”. Umweltminister Gabriel kritisierte, der CSU-Politiker stelle das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Frage und riskiere damit 280.000 Jobs. In dem Papier fänden sich „alle Dummheiten und Ideologien wieder, die wir vier Jahre erfolgreich verhindert haben.”

Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) kritisierte in der „Frankfurter Rundschau”, zu Guttenberg wolle ausgerechnet in der Wirtschaftskrise den Kommunen die Gewerbesteuereinnahmen kürzen.

Quelle: RP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mubarak spottet über neue Politikergeneration

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Mit Hohn und Spott verfolgt Ex-Präsident Husni Mubarak die neue Generation ägyptischer Politiker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Schmutz-Wahlkampf in den USA

Obama macht Romney zum Vampir

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen. Seine zweifelnden Äußerungen über das Einstehen Deutschlands für Israel im Ernstfall sorgen für Aufregung. VON Birgit Marschall  mehr

 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

Top-Services