| 18.49 Uhr

Nachwehen der Kundus-Affäre
Guttenberg stellt nächsten General kalt

Chronik der Kundus-Affäre
Chronik der Kundus-Affäre FOTO: ddp
Berlin (RPO). Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat einem Pressebericht zufolge einen weiteren General in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Brigadegeneral Henning Hars wurde dabei offenbar ein Brief zum Verhängnis.

Hars habe nach der Entlassung des Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan dem Minister einen Brief geschrieben, wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtet. Darin habe Hars den Minister nach den Gründen für die Entlassung des obersten Soldaten der Bundeswehr im November 2009 gefragt.

Außerdem wollte er dem Bericht zufolge wissen, warum Guttenberg den umstrittenen Luftangriff auf zwei Tanklastzüge bei Kundus im September 2009 zunächst als "militärisch angemessen" und später als "militärisch unangemessen" bezeichnet habe. Eine Antwort erhielt Hars demnach nicht.

Nun habe Guttenberg von seinem Recht Gebrauch gemacht und Hars nach Paragraf 50 des Soldatengesetzes ohne Angabe von Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt, berichtete die Zeitung. Vor wenigen Tagen habe er seine Entlassungsurkunde von Bundespräsident Horst Köhler enthalten.

Hars verwies der Zeitung gegenüber auf seine Verschwiegenheitspflicht, gegen die zu verstoßen ihn seine Pensionsansprüche kosten würde, und kommentierte den Vorgang nicht. Ein Sprecher des Ministeriums teilte am Freitag mit, zu Personalangelegenheiten nehme man grundsätzlich keine Stellung.

(AFP/csi)
 
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