Bundeswehr "schlanker und effizienter": Guttenberg will politische Lösung in Afghanistan
zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 13:31Berlin (RPO). Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat eine politische Lösung des Konflikts in Afghanistan angemahnt. In der Hauptstadt Kabul bestimmten zwar Sicherheitskräfte und Soldaten das Bild. Wer aber "die Probleme Afghanistans lösen will, muss dies politisch tun.
Das schrieb Guttenberg in einem Beitrag für die Zeitung "Die Welt". Lediglich mehr Soldaten ist jedenfalls keine Lösung." Ohne einen Beitrag von Streitkräften wiederum sei eine dauerhafte Beruhigung der Lage in Afghanistan nicht zu haben, fügte der Minister hinzu.
Die Bundeswehr sei der Kontrolle durch Bundestag und Bundesregierung unterworfen, daraus erwachse aber auch eine besondere Verantwortung des Staates für die Streitkräfte, sagte Guttenberg. Notwendig seien zugleich Reformen. "Wir wollen erreichen, dass das "Denken vom Einsatz her" künftig die Organisations- und auch die Führungsstrukturen der Bundeswehr noch stärker durchdringt."
Anpassungen müssten dort vorgenommen werden, "wo die Bundeswehr noch schlanker, einsatzorientierter und effizienter werden kann", sagte der CSU-Politiker. "Dazu müssen hier und da bestimmte Abläufe auch von bürokratischen Fesseln befreit werden."
Die Stärke der Bundeswehr bemesse sich nicht allein an der Zahl ihrer Panzer, Schiffe und Flugzeuge, fügte der Verteidigungsminister hinzu. Es seien vielmehr die Soldaten und zivilen Mitarbeiter, die die Bundeswehr so leistungsfähig machten. Guttenberg wurde am Donnerstag zu seinem Antrittsbesuch in den USA erwartet. Beim Treffen mit US-Verteidigungsminister Robert Gates in Washington dürfte die Lage in Afghanistan eine zentrale Rolle spielen.
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