kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Stoiber: Schröders "Geisterfahrt": Halbe Pauschale für alle Pendler?

zuletzt aktualisiert: 18.08.2003 - 16:04

Berlin (rpo). Ministeriumssprecher erklärten am Montag in Berlin, es sei nicht beabsichtigt, einzelne Verkehrsträger zu benachteiligen. Der Königsweg für die Pendlerpauschale könnte demzufolge lauten: Künftig etwa 20 statt bisher 36 und 40 Cent pro Kilometer für alle. CSU-Chef Stoiber wirft Kanzler Schröder unterdessen eine "Geisterfahrt" bei der Pendlerpauschale vor.

Die Entfernungspauschale für Pendler soll künftig etwa 20 statt bisher 36 und 40 Cent pro Kilometer betragen. Das zeichnete sich am Montag als Kompromiss in Arbeitsgruppen der Koalition ab. In Berlin erklärten Sprecher von Finanz- und Verkehrsministerium, es sei nicht beabsichtigt, einzelne Verkehrsträger zu benachteiligen. Die Arbeitsgruppen wollen die Frage lösen, wie das Sparziel von drei Milliarden Euro ohne Benachteiligung aufrecht zu erhalten sei.

Nach heftiger Kritik an den neuen Plänen der Regierung ist Finanzminister Hans Eichel grundsätzlich zu Änderungen bereit - Hauptsache es werden drei Milliarden Euro eingespart, so der Minister. 

Stoiber wirft Schröder "Geisterfahrt" vor

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat den geplanten Kürzungen der Pendlerpauschale für Autofahrer eine scharfe Abfuhr erteilt. "Die Regierung des selbst ernannten Autokanzlers Schröder ist auf Geisterfahrt", sagte der CSU-Chef am Montag in München und kündigte Widerstand im Bundesrat an. Eine einseitige Belastung der Autofahrer werde die Union nicht mittragen.

Stoiber kritisierte das Hin und Her der Bundesregierung in der Frage der Entfernungspauschale. Das Durcheinander sei "Regierungskunst à la Schröder". Bei der Pendlerpauschale handle es sich um Werbungskosten für mobile und leistungsbereite Arbeitnehmer, sagte der Ministerpräsident und fügte hinzu: "Mit dieser willkürlichen Steuererhöhung bestraft die Bundesregierung ausgerechnet die Arbeitnehmer, die für ihren Arbeitsplatz täglich ein hohes Maß an Mobilität erbringen."

Zudem verstoßen die Pläne nach den Worten des CSU-Vorsitzenden gegen den Gleichheitsgrundsatz, weil sie Millionen Berufspendler einseitig benachteiligten. "Für Rot-Grün sind die Berufspendler offensichtlich Melkkühe, um die immer größeren Löcher in der Kasse von Finanzminister Eichel zu stopfen", sagte Stoiber: "Bei diesem Unsinn machen wir nicht mit."

Ab dem ersten Kilometer

Der Minister ideologisiere das Thema nicht, sagte Eichels Sprecher Jörg Müller am Montag, nachdem eine Debatte über eine "Diskriminierung" der Autofahrer im Vergleich zu Bahnbenutzern ausgelöst wurde. Er hoffe auf eine Lösung, "die den Wettbewerb aller Verkehrsträger gleichmäßig behandelt". Die Einsparung von drei Milliarden Euro müsse aber hereinkommen.

Der umweltpolitische Sprecher der Grünen, Reinhard Loske, erklärte im WDR, es gebe Alternativen zu dem Konzept von Finanzminister Hans Eichel, Pendlern erst ab einer Entfernung vom Arbeitsplatz über 20 Kilometern eine Pauschale von 40 Cent zuzugestehen.

Eine andere Möglichkeit sei: "Wir fangen nicht erst bei 20 Kilometern an und begünstigen Fernpendler, sondern wir machen das so, dass ab dem ersten Kilometer die Pauschale erhalten bleibt, - und der Satz wird allerdings dann deutlich reduziert von heute etwa 40 Cent auf 15 bis 20 Cent." Entsprechend hatten sich auch Regierungskreise geäußert.

Eichels "Vorschlag", wie Loske es nannte, war als Gesetzentwurf am vergangenen Mittwoch als Teil des Haushaltsbegleitgesetzes vom Bundeskabinett gebilligt worden. Er ermöglicht es, dass Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs eventuell eine höhere Pauschale gezahlt wird als Autofahrern, was deren Lobby und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe kritisiert hatten. Stolpe betonte insbesondere, dass es in vielen ländlichen Gebieten kein den Pendlerbedürfnissen entsprechend ausgebautes Nahverkehrsnetz gebe, das es ihnen ermögliche, auf das Auto zu verzichten.


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mubarak spottet über neue Politikergeneration

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Mit Hohn und Spott verfolgt Ex-Präsident Husni Mubarak die neue Generation ägyptischer Politiker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Schmutz-Wahlkampf in den USA

Obama macht Romney zum Vampir

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen. Seine zweifelnden Äußerungen über das Einstehen Deutschlands für Israel im Ernstfall sorgen für Aufregung. VON Birgit Marschall  mehr

 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

Top-Services