105 Festnahmen ermöglicht: Hamburg baut öffentlich Videoüberwachung aus
zuletzt aktualisiert: 04.04.2007 - 14:20Hamburg (RPO). Für die Polizei ist es ein Segen, für Datenschützer eher das Gegenteil: Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Hamburg hat jetzt ein Jahr nach dem Start der Videoüberwachung auf der Reeperbahn Bilanz gezogen und will weitere Kameras im Stadtgebiet installieren.
Im Sommer sollen auf dem Hansaplatz im Stadtteil St. Georg weitere fünf Kameras in Betrieb genommen werden, wie Innensenator Udo Nagel (parteilos) am Mittwoch mitteilte.
Der Hansaplatz sei mit rund 300 Straftaten pro Jahr nach der Reeperbahn der am stärksten mit Kriminalität belastete Ort. Eine tödliche Auseinandersetzung vor knapp zwei Wochen habe erneut gezeigt, dass eine Kamerabeobachtung auch an diesem Standort notwendig sei.
Nagel zog eine erste positive Zwischenbilanz zur Videoüberwachung auf der Reeperbahn und auf dem Heiligengeistfeld. In den vergangen zwölf Monaten habe es allein auf der weltbekannten Amüsiermeile 271 Einsätze gegeben, die ohne die Kamerabilder entweder gar nicht oder deutlich später bemerkt worden wären. Die Folge seien 105 Festnahmen gewesen.
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