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"Die Zahl der gewaltbereiten Islamisten liegt etwa bei 200": Hamburg ist offenbar eine Hochburg für Islamisten

zuletzt aktualisiert: 27.05.2004 - 13:04

Hamburg (rpo). Hamburg hat sich anscheinend zu einer Hochburg für Islamisten entwickelt. Der Verfassungsschutz des Stadtstaates schätzt das Potenzial im Ausländerextremismus auf 2630 Personen im vergangenen Jahr, so Heino Vahldieck, Leiter des Landesamtes.

Das bedeute gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um rund 40 Personen. "Die Zahl der gewaltbereiten Islamisten liegt etwa bei 200, und wir gehen davon aus, dass etwa 20 von ihnen in die Vorbereitung von Anschlägen eingebunden werden könnten", sagte Vahldieck.

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA, die vornehmlich von zuvor in Hamburg lebenden Arabern ausgeführt wurden, sei der Verfassungsschutz der Hansestadt um 19 Stellen aufgestockt worden. "Diese zusätzlichen Leute arbeiten fast ausschließlich in der islamistischen Szene", sagte Vahldieck. So sei die Beobachtung und Bekämpfung des islamistischen Terrorismus zum Schwerpunktthema der Verfassungsschutzbehörden geworden. Es gebe zudem Hinweise, dass in Hamburg neue Kämpfer für den Dschihad rekrutiert würden. Zu dieser Szene gewaltbereiter Islamisten gehörten weiterhin Personen aus dem früheren Umfeld der Attentäter des 11. September.

Zur besseren Bekämpfung des islamistischen Terrorismus müssten nach Ansicht von Hamburgs Innensenator Udo Nagel (parteilos) eine bundesweite Einreise-Datei sowie eine Gefährder-Datei angelegt werden. Auch sollten Scheinehen unter Strafe gestellt werden, um zu verhindern, dass islamistische Terroristen deutsche Staatsbürger würden und einen gesicherten Aufenthaltsstatus erhielten, sagte Nagel.


 
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