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Staatsakt für Ex-Außenminister
Schröder, Merkel und Gauck gedenken Genscher in Bonn

Prominente trauern auf Staatsakt für Hans-Dietrich Genscher
Prominente trauern auf Staatsakt für Hans-Dietrich Genscher FOTO: dpa, a fdt
Bonn. In Bonn sind am Sonntag die ersten Ehrengäste des Staatsaktes für den früheren Außenminister Hans-Dietrich Genscher eingetroffen. Der FDP-Politiker war am 31. März im Alter von 89 Jahren gestorben.

Aufgrund seiner besonderen Verdienste hat Bundespräsident Joachim Gauck einen Staatsakt angeordnet, ein Zeremoniell, das Ministern nur selten zuteil wird.

Außer Gauck sprechen unter anderem Genschers Nachfolger als Außenminister, Klaus Kinkel, sowie der frühere US-Außenminister James Baker. Der Staatsakt mit bis zu 900 Trauergästen findet im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags statt, der heute Teil eines Konferenzzentrums ist. Unter den Gästen waren auch Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Altbundespräsidenten Roman Herzog, Christian Wulff und Horst Köhler.

Genscher war von 1969 bis 1974 Innenminister und anschließend bis 1992 Außenminister. Er gilt als einer der Architekten der deutschen Einheit. Der "ewige Außenminister" – wie man ihn nannte – wurde 1927 in Reideburg geboren, das seit 1950 zu Halle gehört. Begraben wird er in seinem Wohnort Wachtberg bei Bonn. Die Beisetzung ist jedoch nicht mehr Teil des Staatsaktes, sondern privat.

(spol/dpa)
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