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Hartz IV
Regierung plant Anhebung um fünf Euro

Vorurteile über Hartz-IV-Empfänger
Vorurteile über Hartz-IV-Empfänger FOTO: dpa, Hendrik Schmidt
Berlin. Hartz-IV-Empfänger sollen im kommenden Jahr monatlich fünf Euro mehr für ihren Lebensunterhalt bekommen. Der Regelsatz für einen alleinstehenden Erwachsenen werde von 399 auf 404 Euro angehoben.

Das bestätigte das Bundesarbeitsministerium am Donnerstag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Das entspricht einem Plus von 1,25 Prozent. Das Kabinett soll noch im September zustimmen. Auch die Hartz-IV-Beträge für Kinder und Erwachsene in Paarhaushalten steigen.

Ihre Erhöhung ist gesetzlich festgelegt. Aus einer bundesweiten Stichprobe werden alle paar Jahre die zur Sicherung des Existenzminimums erforderlichen Ausgaben abgeleitet. Die Erhöhung ergibt sich aus einer Formel, in die auch die Entwicklung von Löhnen und Preisen einfließt.

Die Erhöhung ist nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes völlig unzureichend. "Drei Euro mehr sind ein schlechter Witz", sagte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann am Donnerstag in Berlin. Um die Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu verbessern, seien umfassende Reformen der Sozialgesetze notwendig. Dazu gehörten "Bildungsgerechtigkeit und die Möglichkeiten des gesunden Aufwachsens".

(rtr/KNA)
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