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Präsidentenwahl
Heiner Brand verweigert Schwan die Stimme
Präsidentenwahl: Heiner Brand verweigert Schwan die Stimme
Heiner Brand verweigert Gesine Schwan seine Stimme. Stattdessen will er Amtsinhaber Horst Köhler unterstützen. FOTO: AP, AP
Berlin (RPO). Die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan kann bei der Wahl am 23. Mai nicht mit der Zustimmung aller Wahlmänner und -frauen der SPD rechnen. Handball-Nationaltrainer Heiner Brand sagte am Sonntag dem ZDF, er wolle sich nicht auf die Wahl von Schwan festlegen lassen.

Brand wurde von der SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen als Wahlmann für die Bundesversammlung benannt. "Ich habe eigentlich nie gesagt, dass ich Frau Schwan wählen will", sagte Brand, der den Angaben zufolge schon früher Sympathien für Amtsinhaber Horst Köhler erkennen ließ.

Brand erwartet auch nicht, dass seine Entscheidung politisch beeinflusst wird: "Ich habe bisher noch keinen Kontakt mit der SPD-Landtagsfraktion, von denen ich als Wahlmann vorgeschlagen worden bin, und ich gehe auch nicht davon aus, dass man Druck auf mich ausübt, sondern dass man sagt, dass das eine Gewissensentscheidung des jeweiligen Wahlmannes ist."

SPD-Präsidentschaftskandidatin Schwan, die für ihre Wahl auf Abweichler aus dem Lager aus CDU/CSU, FDP und Freien Wähler angewiesen ist, gab sich trotz der Aussage Brands gelassen. "Die SPD hat im Geiste der Bundesversammlung Personen aufgestellt, die nicht einfach Parteisoldaten sind." Das finde sie auch richtig, sagte Schwan und betonte, "ich denke, es wird mir gelingen, all die auch zu gewinnen".

Quelle: DDP
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