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Medienberichte
Altkanzler Helmut Schmidt auf Intensivstation

Fotos: Helmut Schmidt – verehrter Altkanzler
Fotos: Helmut Schmidt – verehrter Altkanzler FOTO: dpa, rj_sv wst fdt
Hamburg. Altkanzler Helmut Schmidt liegt laut verschiedener Medienberichte auf der Intensivstation eines Hamburger Krankenhauses. Grund sei ein Gefäßverschluss im rechten Bein.

Altkanzler Helmut Schmidt ist am Dienstagmorgen auf die Intensivstation eines Hamburger Krankenhauses gebracht worden. Grund sei ein Gefäßverschluss im rechten Bein, berichtete das "Hamburger Abendblatt" unter Berufung auf den Freundeskreis des 96-jährigen SPD-Politikers. Aus Kreisen wurde der Bericht bestätigt.

"Helmut hat Biss und Kraft, die Lage ist jedoch ernst", zitierte die Zeitung einen Freund. "Zwar besteht keine akute Lebensgefahr, doch sieht es gar nicht gut aus", hieß es aus dem Freundeskreis. Am Mittwoch solle geklärt werden, ob Schmidt operiert werden muss. Der Einsatz eines Katheters habe am Dienstag keine Klärung bringen können. Die Asklepios-Klinik im Stadtteil St. Georg, wo der Altkanzler liegt, verfügt über ein hochmodernes Zentrum für Herz- und Gefäßchirurgie.

Weggefährten gratulieren Helmut Schmidt zum 95. FOTO: dpa, Christian Charisius

Erst Anfang August war der SPD-Politiker und Herausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit" für wenige Tage in dem Krankenhaus gewesen. Damals hatte nach Medienberichten Flüssigkeitsmangel dem 96-Jährigen gesundheitliche Probleme bereitet.

Ein Gefäßverschluss ist Folge eines Blutgerinnsels, das langsam größer wird und die Arterie verschließt. In der Regel gibt es bereits eine fortgeschrittene Arteriosklerose. Mediziner sprechen laut "Abendblatt" von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.

Dreharbeiten zum Film "Helmut Schmidt - Lebensfragen" FOTO: dpa, Axel Heimken

Bei einem Menschen in so hohem Alter wie Helmut Schmidt sei eine solche Diagnose immer ein großes Problem. Eine Operation wäre "hochgradig kompliziert". Akute Gefäßverschlüsse können lebensbedrohlich sein, wenn es keine Umgehungskreisläufe gibt und ein lebenswichtiges Organ nicht mehr mit Blut versorgt wird.

 

(dpa)
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