"Sinnlos und schädlich": Helmut Schmidt gegen Olympia-Boykott
zuletzt aktualisiert: 28.03.2008 - 08:34Berlin (RPO). Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) hat sich gegen einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking ausgesprochen. Er habe schon den westlichen Boykott von Olympia 1980 in Moskau für "sinnlos und schädlich" gehalten. Das Gleiche gelte auch für die Vorschläge in Bezug auf Peking.
Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hat sich deutlich gegen einen Olympia-Boykott ausgesprochen. Der "Bild"-Zeitung sagte Schmidt, schon den westlichen Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau habe er für "sinnlos und schädlich" gehalten. Das gelte auch in Bezug auf die Vorschläge für einen Boykott der Olympischen Spiele 2008 in Peking.
Dass die Bundesregierung 1980 dem heftigen Drängen des damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter gefolgt sei, muss Schmidt zufolge vor dem Hintergrund des seinerzeit schwelenden Ost-West-Konflikt gesehen werden. "Angesichts der sowjetischen Raketendrohung waren die Bundesrepublik und Westberlin existenziell auf die Schutzmacht USA angewiesen", fügte der Altkanzler hinzu. Der Boykott der Spiele habe 1980 "nichts gebracht" und er werde "auch heute nichts bringen".
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