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Nach Anschlägen in Ägypten
CDU-Politiker will Asylanträge von Kopten prüfen lassen

Köln. Nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen in Ägypten regt der Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Überprüfung von Asylanträgen von koptischen Christen an.

"Die Kopten sollen nicht grundsätzlich Asyl erhalten, aber bei den Fällen, die in der Diskussion sind, sollte genauer hingeschaut werden", sagte der Vorsitzende des überkonfessionellen Gesprächsforums, Heribert Hirte (CDU), am Montag im Deutschlandfunk. Am Sonntag waren bei zwei Terroranschlägen auf koptische Kirchen in Ägypten mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen.

Zudem erachtet Hirte es als wichtig, das Verständnis von Religionsfreiheit in Deutschland den Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten nahe zu bringen. In deren Heimat werde Religion oft von oben oktroyiert, und wenn sie hierher kämen, verstünden sie die Religionsfreiheit als "Provokation".

(rent/KNA)
 
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