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Kommentar: Hilfspolizei in NRW

VON DETLEV HÜWEL - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009 - 20:38

Düsseldorf (RP). Dafür, dass das Land inzwischen wieder deutlich mehr neue Polizisten einstellt als früher, ist die Regierung Rüttgers unlängst ausdrücklich von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gelobt worden, die ansonsten ein notorisch kritisches Verhältnis zu Schwarz-Gelb hat.

Doch noch immer ist die personelle Lage der Polizei alles andere als rosig. Vor diesem Hintergrund sind Überlegungen durchaus sinnvoll, die Polizisten zu entlasten. Müssen Konsulate oder der Düsseldorfer Landtag tatsächlich durchweg von Polizeibeamten bewacht werden, die ein dreijähriges Fachhochschul-Studium hinter sich haben?

Private Sicherheitskräfte gibt es doch schon längst auf den Flughäfen, im Bereich von Atomkraftwerken und auf Nato-Stützpunkten. Im NRW-Koalitionsvertrag ist eine Neuverteilung von Aufgaben bereits angedeutet. Dabei könnten auch speziell geschulte Landesangestellte eine Rolle spielen.

Ob man diese Kräfte "Hilfspolizei" nennt oder "Dauerobjektschützer", ist wohl zweitrangig. Vordringlich erscheint die vorurteilsfreie Debatte darüber, wie der Polizei geholfen werden kann, ohne dass das Sicherheitsbedürfnis der Bürger beeinträchtigt wird. Das will die CDU jetzt tun, auch wenn dadurch Ärger mit der FDP programmiert ist.

Quelle: RP

 
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