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Hochschulen beklagen Investitionslücke von 26 Milliarden Euro

Hochschulen beklagen Investitionslücke von 26 Milliarden Euro
Privat geförderte Hochschulen stehen meist besser da als Unis, die nur öffentliche Gelder zur Verfügung haben. FOTO: dpa, abu;cse soe
Berlin. Nach Einschätzungen der deutschen Hochschulleitungen fehlen 26 Milliarden Euro, um den Nachholbedarf in der Infrastruktur an ihren Einrichtungen zu decken.

Das geht aus dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten "Hochschul-Barometer" des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung hervor. Weitere Herausforderungen sehen sie in der Drittmittelfinanzierung. Die Einnahmen reichten nur selten, um alle indirekten Projektkosten wie Verwaltung und Infrastrukturnutzung abzudecken. Private Kooperationspartner leisteten dabei deutlich höhere Beiträge als öffentliche Drittmittelgeber.

Mängel in vielen Bereich

Die Mittel fehlen demnach für die Sanierung und den Neubau von Gebäuden, den Kauf neuer Lehr- und Forschungsausstattung oder Investitionen für die IT-Infrastruktur. Der Mittelbedarf ist laut Studie an staatlichen Hochschulen fünfmal so hoch wie an privaten Einrichtungen. Bei den Bundesländern seien Berlin und Hessen besonders betroffen. Hier schätzten die befragten Präsidenten und Rektoren die Investitionslücke ein Drittel höher ein als der Durchschnitt.

(bur/KNA)
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