NRW-Lehrer sollen weniger "aufgeben": Höchstens zwei Stunden Schularbeiten am Tag
VON DETLEV HÜWEL - zuletzt aktualisiert: 28.03.2009 - 09:20Düsseldorf (RP). Schüler in NRW stöhnen zunehmend über ihre Belastung mit Hausaufgaben. Seit der Schulzeitverkürzung wachse der Druck, sagt Johannes Struzek von der Landesschülervertretung.
Dabei ist die Regelung eindeutig: Schüler der Klassen fünf und sechs dürfen höchstens 90 Minuten am Tag für Hausaufgaben aufwenden; für alle weiteren Klassen sind es maximal 120 Minuten.
Doch die Praxis sieht oft anders aus. Deswegen will die Vorsitzende der Landeselternschaft Gymnasien, Gabriela Custodis, sichergestellt wissen, dass die Regelzeiten eingehalten werden: Die Lehrer sollen nicht nur die Aufgabenstellung ins Klassenbuch eintragen, sondern auch die dafür aufzuwendende Zeit.
Dies zwinge die Pädagogen zu engeren Absprachen, sagte Custodis unserer Zeitung. Schließlich dürften die Schüler nicht überfordert werden, wenn sie vom Unterricht nach Hause kämen: "Schule ist richtige Arbeit."
Schulministerin Barbara Sommer (CDU) findet die "Idee hervorragend". Die Lehrer könnten dann besser erkennen, wie groß die zeitliche Belastung der Schüler sei. Sie setzt aber auf Freiwilligkeit. Es soll den Schulen überlassen bleiben, wie sie den aus dem Jahr 1992 stammenden Hausaufgaben-Erlass in der Praxis umsetzen.
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