Statistisches Bundesamt

Höhere Steuereinnahmen entlasten Kommunen

Euro-Geldscheine. FOTO: dpa

Wiesbaden. Höhere Steuereinnahmen und weniger Ausgaben für Asylbewerber haben den Kommunen im ersten Halbjahr ein Plus in den Kassen beschert.

Laut Statistischem Bundesamt hatten die Kern- und Extrahaushalte aller Gemeinden und Gemeindeverbände zur Jahreshälfte 2017 einen Finanzierungsüberschuss von insgesamt rund 0,6 Milliarden Euro. Die Behörde veröffentlichte diese Zahlen am Freitag in Abgrenzung zu anderen Finanzstatistiken, die nach europäischen Vorgaben erhoben werden.

Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte sich für die Gemeinden noch ein Defizit von 3,0 Milliarden Euro ergeben. Eingenommen haben die Gemeinden im ersten Halbjahr 2017 rund 117,8 Milliarden Euro - 7,0 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Ausgegeben haben sie rund 117,2 Milliarden Euro - 3,7 Prozent mehr.

Hauptgrund für die Entwicklung war den Statistikern zufolge ein deutlicher Zuwachs der Steuereinnahmen: 7,0 Prozent mehr Gewerbesteuer (22,1 Milliarden Euro), 12,7 Prozent mehr Einkommensteuer (10,0 Milliarden Euro) und 25,0 Prozent mehr Umsatzsteuer (1,7 Milliarden Euro).

Dass die Ausgaben weniger stark stiegen als zuvor, liegt den Statistikern zufolge am leichten Rückgang der Sozialleistungen. So gingen die Ausgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz um 31,8 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro zurück.

(csr/dpa)

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