kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Rösler panorama DDp
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Koalition einigt sich auf Strafen: Höhere Zwangsrabatte für "tricksende" Pharmakonzerne

zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 18:33

Berlin (RPO). Die schwarz-gelbe Koalition hat sich auf Strafzahlungen für Pharmakonzerne geeinigt, die das Arzneimittelsparpaket unterlaufen haben. Das verlautete am Sonntag aus Koalitionskreisen in Berlin. Damit soll die sogenannte Preisschaukel gestoppt werden.

Zudem seien sich die Gesundheitsexperten von CDU, CSU und FDP einig, dass die Vorbereitungen für die Gesundheitsreform weiter gehen könnten. Die vereinbarte Neuregelung der Zusatzbeiträge werde "nicht infrage gestellt", hieß es.

Die Experten hatten sich am Sonntag zu Verhandlungen über den Entwurf von Gesundheitsminister Philipp Rösler zur Finanzreform der Krankenversicherung getroffen. Zuvor hatte die CSU Nachbesserungsbedarf angemeldet und den Zeitplan für das Inkrafttreten zum 1. Januar infrage gestellt.

Nun sei der Entwurf detailliert vorgestellt worden, und die CSU habe sehr genau nachgefragt, hieß es. Es sei vor allem um die Frage gegangen, ob Zusatzbeiträge und Sozialausgleich unbürokratisch abzuwickeln seien.

17 Hersteller betroffen

Konkrete Ergebnisse waren nicht erkennbar. Doch hieß es auch, dass es "momentan keine Knackpunkte" gebe und die Vorbereitungen für die Reform weiter laufen könnten. Sie soll am 22. September im Bundeskabinett behandelt werden

Eine Einigung gab es dagegen den Angaben zufolge auf Änderungen an Röslers geplantem Arzneimittelgesetz. Dazu zählen auch die Strafmaßnahmen gegen die "Preisschaukel". 17 Pharmahersteller, die mit kurzfristigen Preisänderungen Sparauflagen unterlaufen hatten, sollen einen höheren Zwangsrabatt von 20,5 Prozent auferlegt bekommen, wenn sie nicht bis Jahresende ihre Vorteile zurückzahlen.

Die Hersteller hatten ein Schlupfloch bei den Sparauflagen genutzt, die zum 1. August in Kraft traten und eine Erhöhung des Zwangsrabatts der Hersteller von sechs auf 16 Prozent vorsahen. Wer die Preise senkt, sollte weniger Rabatt gewähren müssen. Einige Hersteller hoben nach Erkenntnissen des Gesundheitsministeriums ihre Preise für wenige Wochen an, um sie dann wieder zu senken und den Vorteil zu nutzen.

Nach einer Untersuchung des Gesundheitsministeriums gab es solche verdächtigen Preisveränderungen bei insgesamt 455 Arzneimittel-Packungen von 17 unterschiedlichen Unternehmen.

Söder fordert Nachbesserungen

Der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder rief Rösler (FDP) in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" dazu auf, das Regelwerk an einigen Stellen noch deutlich zu überarbeiten. "Es geht uns nicht um Streit", sagte der CSU-Politiker.

Insbesondere der vom Bundesgesundheitsministerium vorgesehene Sozialausgleich für die Zusatzbeiträge sei zu kompliziert. "Was wir in den Planungen sehen, ist bürokratisch und macht Beitragszahler in bestimmten Fällen sogar zu Bittstellern", sagte Söder.

"Bei den Regelungen zum Zusatzbeitrag und zum Sozialausgleich sind wir nicht unter Zeitdruck", sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer, der "Frankfurter Rundschau". Demnach könnten diese verschoben werden.

Skeptisch äußerte er sich zur Absicht von Rösler, wonach die Arbeitsagenturen den Zusatzbeitrag nicht nur bei Hartz-IV-Empfängern, sondern auch bei Beziehern des Arbeitslosengeldes I bezahlen sollen.

Quelle: apd/das

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Seehofer für Volksabstimmungen

Thema Euro-Rettung

Seehofer für Volksabstimmungen

Der CSU-Chef Horst Seehofer hat sich dafür ausgesprochen, die Bürger über die Rettung der europäischen Währung abstimmen zu lassen. mehr 

Özdemir hält sich Schwarz-Grün offen

Grünen-Chef

Özdemir hält sich Schwarz-Grün offen

Grünen-Chef Cem Özdemir zeigt sich offen für Bündnisse mit der Union. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region
Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Gefallener Stern: Whitney Houston ist tot

Die Sängerin starb im Alter von nur 48 Jahren. Sie wurde in einem Hotel in Beverly Hills gefunden. Houston hatte lange mit Rauschgift- und ... mehr 

CSU-Chef Horst Seehofer hat sich in der Frage der Euro-Rettung für Volksabstimmungen ausgesprochen.

Thema Euro-Rettung

Seehofer für Volksabstimmungen

Während das griechische Parlament am Sonntag über die Sparmaßnahmen berät, die den Weg für weitere Hilfen der internationalen Gemeinschaft frei machen würden, hat der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer sich dafür ausgesprochen, die Bürger über die ... mehr

 

"Es wird keinen rot-grünen Wahlkampf geben"

Özdemir hält sich Schwarz-Grün offen

 

Plan von jungen CDU-Abgeordneten

Kinderlose sollen Sonderabgabe zahlen

 

Posten des FDP-Bezirkschefs in Köln vakant

Lindner steht offenbar vor Comeback

 

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

 

Bundesverkehrsminister Ramsauer:

"Es wird keinen Freibrief für Raser geben"

Top-Services