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Heimatministerium
Keine Frau in Führungsriege - Seehofers Mannschaft erntet Spott

Düsseldorf. Mit einem Gruppenfoto hat Innenminister Horst Seehofer vor einigen Tagen seine neue Führungsmannschaft vorgestellt. Doch die Reaktionen auf das komplett männliche Kabinett waren teils verheerend. Inzwischen wurde das Foto entfernt. Die Kritik reißt jedoch nicht ab.  Von Marcel Romahn

Nach knapp zehn Jahren als Ministerpräsident von Bayern soll sich Horst Seehofer künftig in seinem erweiterten Bundesinnenministerium auch um die Bereiche Bau und Heimat kümmern. Doch mit der offfiziellen Vorstellung seines neuen Heimatministeriums verfehlte der 68-Jährige die gewünschte Wirkung offenbar komplett.

Bereits am vergangenen Freitag veröffentlichte sein Ministerium auf der offiziellen Website eine Pressemitteilung mit dem Titel "Führungsmannschaft des BMI komplett". Auf dem Titelfoto: Die neuen Entscheidungsträger - Horst Seehofer und seine acht Staatssekretäre. Laut Mitteilung starke Persönlichkeiten mit Erfahrung und Entscheidungskraft. Keine einzige Frau, nur Männer ab 50. 

Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten. Insbesondere in den sozialen Netzwerken türmte sich eine Welle der Kritik auf, gegen das Innenministerium, aber auch gegen Horst Seehofer persönlich. Auf die durchweg männlichen Personalien reagierten viele User mit Kopfschütteln.

Mangelnde Vielfalt und keine Berücksichtigung von Frauen in Seehofers Kabinett - so lauteten die meisten Vorwürfe, die sich auf Twitter rasant verbreiteten. "Und wie viele Frauen gehören zu Deutschland" fragt Beispielsweise ein User. Ein anderer kommentiert: "Heimat ist eindeutig weiß, christlich und männlich. Alles andere gehört nicht zu Deutschland."

Auf der Seite des Bundesinnenministeriums wurde das Foto entfernt und durch ein allgemeines Symbolbild ersetzt. Offenbar jedoch nur vorerst und aus formellen Gründen. "Das Bild wird nach der heute (Mittwoch) anstehenden Kabinettbefassung wieder auf der Website des BMI eingestellt", teilte ein Ministeriumssprecher unserer Redaktion auf Anfrage mit. Eine offizielle Stellungnahme zur Kritik an der Führungsriege gibt es bislang nicht.

 
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