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Aktuelle Studie
Immer mehr AfD-Anhänger kommen aus dem rechten Lager

Das sind die führenden Köpfe der AfD
Das sind die führenden Köpfe der AfD FOTO: dpa, mb pil rho
Berlin. Die AfD erhält mit ihrer neuen Programmatik mehr Zuspruch aus dem rechten Spektrum. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde.

Danach neigen unter denjenigen, die sich selbst politisch "sehr rechts" verorten, aktuell 22 Prozent der AfD zu. Ein Jahr zuvor waren es erst acht Prozent gewesen. Allerdings haben die Autoren der Studie grundsätzlich nur Menschen betrachtet, die sich einer Partei verbunden fühlen. Nichtwähler und Wechselwähler bleiben dabei außen vor.

Was zudem auffällt: die vor allem von AfD-Vize Alexander Gauland propagierte Positionierung der Partei als "Partei des kleinen Mannes" hat funktioniert. Der Studie zufolge stieg die Anziehungskraft der Partei zwischen 2014 und 2015 unter Arbeitern von zwei auf elf Prozent, unter Arbeitslosen sogar von 1 Prozent auf 15 Prozent. Auch die Ost-West-Differenz hat sich verstärkt. Aktuell wird der Anteil der AfD-Anhänger für die neuen Bundesländer mit elf Prozent mehr als dreimal so hoch geschätzt wie für Westdeutschland.

Die AfD hatte 2015 einen neuen Vorstand gewählt. Parteivorsitzende sind heute Frauke Petry und Jörg Meuthen. Im Mai dieses Jahres verabschiedete die AfD ein nationalkonservatives Grundsatzprogramm.

Das DIW hat für die Studie Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) ausgewertet. Das SOEP ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung, die seit 30 Jahren läuft. Im Auftrag des DIW Berlin werden zurzeit jedes Jahr in Deutschland etwa 30.000 Befragte in fast 11.000 Haushalten von TNS Infratest Sozialforschung befragt.

(felt/dpa)
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