Deutschland: Immer weniger Aussiedler
zuletzt aktualisiert: 09.09.2005 - 13:23Berlin (rpo). Aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion kommen immer weniger Spätaussiedler nach Deutschland. Von Januar bis August waren es 28.387. Das sind rund 25 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Das teilte der Aussiedlerbeauftragte Hans-Peter Kemper (SPD) am Freitag in Berlin mit. Die Zahl der neuen Aufnahmeanträge sei im August 2005 im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 57 Prozent zurückgegangen. Damit setze sich der Trend der vergangenen drei Jahre fort.
Als Gründe für den Rückgang nannte Kemper die größtenteils abgeschlossenen Familienzusammenführungen. Außerdem leiste die Bundesregierung Bleibewilligen Hilfe in ihren Herkunftsländern.
Großen Einfluss hätten aber auch die verschärften Aufnahmevoraussetzungen, wonach einreisende Familienangehörige seit Jahresbeginn über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen müssten. Den dafür nötigen Sprachtest hätten im August nur 16 Prozent der Eingeladenen bestanden, sagte Kemper.
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