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Verkehrsminister Ramsauer: Industrie soll für ICE-Winterschäden zahlen

zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 08:23

Berlin (RPO). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die Industrie haftbar machen für Winterschäden an ICE-Zügen, die zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geführt haben.

Minister Peter Ramsauer (CSU) will bis 2020 rund eine Million E-Autos auf deutsche Straßen bringen.  Foto: AP, AP
Minister Peter Ramsauer (CSU) will bis 2020 rund eine Million E-Autos auf deutsche Straßen bringen. Foto: AP, AP

Der Zeitung "Bild am Sonntag" sagte er: "Ich erwarte von der Bahn, dass sie die Hersteller der ICE-Züge dazu verpflichtet, die in diesem Winter aufgetretenen Schwachstellen zu beseitigen. Es darf nicht sein, dass Pulverschnee durch Lüftungsschlitze eindringt und die Elektronik lahm legt."

Der Minister wandte sich gegen übertriebene Sparsamkeit bei der Bahn: "Ein Unternehmen wie die Bahn kann nicht nur nach knallharten betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden. Die Bahn hat auch einen Auftrag für das Gemeinwohl, zum Beispiel bei der Versorgung in der Fläche."

Außerdem will der Minister dafür sorgen, dass die Beschilderungen in Bahnhöfen mit deutschen Begriffen versehen werden. "Wir beginnen in diesem Jahr damit, 1100 Bahnhöfe in Deutschland so herzurichten, dass sie wieder zu einer positiven Visitenkarte für die Bahn und den jeweiligen Ort werden." Künftig sollen sich die Gäste sicher und wohl fühlen und Ältere sowie Gehbehinderte sollen ohne Probleme zu ihrem Zug kommen. Ramsauer fügte hinzu: "Dabei kann dann aus dem meeting-point wieder ein Treffpunkt und aus dem Servicepoint ein Auskunftsschalter werden."

Straßenbau-Beschleunigungsprogramm angekündigt

Weiter kündigte Ramsauer gegenüber der Zeitung an, die Bauzeiten um bis zu 30 Prozent zu verkürzen. Den Ländern sei für die Ausführung der Straßenbauarbeiten ein Bauzeitenkatalog vorgegeben worden, so der Verkehrsminister. Danach sollen sich zum Beispiel Straßendeckenarbeiten an einem fünf Kilometer langen und vierspurigen Autobahnstück von derzeit 80 bis 90 Tage auf gut 60 Tage verringern. "Für den Sommer kann das bedeuten: 14 Stunden täglich, auch samstags, wenn der Lärmschutz das zulässt."

Zur Begründung sagte der Minister, die Bauarbeiten müssten erheblich beschleunigt werden. "Nicht zuletzt, weil Staus unsere Volkswirtschaft jährlich mit rund 100 Milliarden Euro belasten."

Quelle: DDP/sdr

 
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