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Konferenz soll flächendeckenden Einsatz beschließen: Innenminister für jugendliche Alkohol-Testkäufer

zuletzt aktualisiert: 03.06.2009 - 07:09

Osnabrück (RPO). Mit dem umstrittenen Einsatz minderjähriger Testkäufer wollen die Länder gegen den illegalen Verkauf von Alkohol an Jugendliche vorgehen.

Jugendlicher Alkoholtestkäufer: "Herausragende Erfolge erzielt."  Foto: AP, AP
Jugendlicher Alkoholtestkäufer: "Herausragende Erfolge erzielt." Foto: AP, AP

"Der Einsatz jugendlicher Tester ist aus bremischer Sicht ein effektives Mittel, um den illegalen Verkauf von Alkohol an junge Menschen zu bekämpfen", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er gehe davon aus, dass die Innenministerkonferenz das Testkäufer-Modell befürworten werde.

Die Innenminister tagen am 4. und 5. Juni. Mäurer verwies auf Erfahrungen in seinem Bundesland, wo vier von fünf Jugendlichen bei Probekäufen Alkohol bekommen hätten.

Der Einzelhandel müsse wissen, dass Verstöße nicht unentdeckt blieben und bis hin zum Entzug der Konzession hart durchgegriffen werde. Bisher führt Niedersachsen demnach als einziges Bundesland flächendeckend Alkohol-Testkäufe durch.

Dabei habe man "herausragende Erfolge erzielt", sagte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU). "Die Zahl der Verstöße ist deutlich zurückgegangen." Im ersten Durchgang hätten noch drei von vier Testern illegal Alkohol bekommen, in der zweiten Testwelle sei es nur noch jeder zweite gewesen.

"Das zeigt, wie effektiv und dringend erforderlich diese Kontrolle des Einzelhandels ist", sagte Schünemann. Er forderte seine Kollegen auf, die Präventionsmaßnahme zu übernehmen, "weil nur so ein Umdenken im Handel erreicht werden kann".

Auch der Sprecher der unionsgeführten Innenressorts, der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU), begrüßte den Einsatz von Testern: "Probekäufe Jugendlicher sind effizienter als vieles andere, weil sie eine abschreckende Wirkung auf den Handel haben."

Er sehe nicht, was dagegen spreche, das auf einer sauberen rechtlichen Grundlage in allen Bundesländern einzuführen. "Ich erwarte, dass die Innenministerkonferenz sich darauf verständigen kann", sagte Bouffier.

Quelle: AP

 
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