Kampf gegen Internetkriminalität: Innenminister planen Zentralstelle
zuletzt aktualisiert: 26.05.2010 - 12:58Osnabrück (RPO). Die Innenministerkonferenz (IMK) will den Kampf gegen Online-Kriminalität durch eine nationale Internet-Zentralstelle massiv verstärken. Zugleich wurde kritisierte, dasss viele Bürger immer noch viel zu sorglos im Netz unterwegs seien.
"Die rasant wachsende Bedrohung durch Kriminelle im Netz ist eine der zentralen Herausforderungen. Es braucht jetzt einen großen Wurf, um die Entwicklung aufzuhalten", sagte der IMK-Vorsitzende, Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU), der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Um die Bürger aufzuklären, sei eine breit angelegte Kampagne über Risiken des Internets geplant. Die IMK wolle bei ihrer Tagung an diesem Donnerstag und Freitag in Hamburg ein umfangreiches Maßnahmenpaket schnüren, so Ahlhaus.
Zunächst sei der Aufbau einer "nationalen Internet-Zentralstelle" geplant, in der alle Erkenntnisse von Bund und Ländern zusammenlaufen. Hier sollten Spezialisten der Sicherheitsbehörden sowie aus der Internet-Branche vertreten sein.
Als weitere Schritte seien die Einrichtung einer internationalen Anlaufstelle sowie die Einführung einer Meldepflicht aller Staaten auf EU-Ebene für Hackerangriffe, neuartige Viren oder Betrugsserien im Netz geplant, erklärte der Senator.
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