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Regierungserklärung
Merkels unangenehmer Antisemitismus-Versprecher

Angela Merkels unangenehmer Antisemitismus-Versprecher
Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihrer Rede im Bundestag. FOTO: dpa, gan hpl
Berlin. In ihrer Regierungserklärung zu den Terroranschlägen von Paris ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein unangenehmer Versprecher unterlaufen.

Die Kanzlerin sagte am Donnerstag vor dem Bundestag: "Antisemitismus ist unsere staatliche und bürgerliche Pflicht." Unglücklicherweise lautete der nächste Satz auch noch: "Das gilt genauso auch für Angriffe auf Moscheen." Gemeint war eigentlich genau das Gegenteil: Zuvor hatte Merkel in ihrer Rede mehrfach deutlich gemacht, dass in Deutschland für Judenhass und Ausgrenzung von Muslimen kein Platz sei dürfe. Im Anschluss an die Passage zu Angriffen auf Moscheen betonte Merkel: "Auch sie nehmen wir nicht hin." 

Die Kanzlerin hatte sich in den vergangenen Tagen schon bei verschiedenen Gelegenheiten versprochen. Bei einem Empfang des Bundesverbands erneuerbare Energien am Mittwochabend in Berlin bemaß sie die Erderwärmung in Prozent statt in Grad, statt Kilowattstunde redete sie von Kilokalorien. Die studierte Physikerin nahm sich daraufhin selbst auf die Schippe: "Ich bin heute mit den Maßeinheiten etwas durcheinander." Bei anderer Gelegenheit verwechselte sie "verwässern" und "verbessern".

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(dpa)
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