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Atomstreit: Iran mit neuen Drohgebärden

zuletzt aktualisiert: 27.09.2005 - 11:32

Teheran (rpo). Der Iran droht wieder mit dem Ende der Zusammenarbeit im Atomstreit. Falls die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ihre Resolution nicht ändert, werde sein Land die Anreicherung von Uran wieder aufnehmen, so ein Sprecher des Außenministeriums. 

Sprecher Hamid Resa Assefi sagte vor Journalisten, der Iran fordere zwei Dinge von Deutschland, Großbritannien und Frankreich, die im Namen der EU mit Teheran verhandeln. "Erstens sollten sie nicht auf die Bedingungen der Resolution bestehen und zweitens sollten sie das Papier korrigieren", erklärte der Sprecher. Falls das nicht geschehe, werde der Iran alle "freiwilligen Maßnahmen" einstellen, die als Ausdruck der guten Willens umgesetzt worden seien.

Die IAEA hatte am Samstag in einer Resolution festgestellt, dass der Iran gegen Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrags verstoßen hat. Deshalb sollte der Gouverneursrat erwägen, den UN-Sicherheitsrat einzuschalten. Der Zeitpunkt dafür wurde aber offen gelassen. Der Iran wurde aufgefordert, sämtliche Aktivitäten zur Anreicherung von Uran umgehend einzustellen.

"Konstruktive und effektive Vorschläge" gefordert

Zuvor hatte das iranische Außenministerium noch erklärt, es wolle weiter mit der EU verhandeln. Teheran sei bereit, "konstruktive und effektive Vorschläge" zu akzeptieren, hieß es in einer am Montag im staatlichen Fernsehen verlesenen Erklärung des Außenministeriums.

Die USA nannten das Verhalten des Irans am Montag inakzeptabel. "Die Welt sagt dem Iran, dass es an der Zeit ist, die Wahrheit zu sagen", erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, in Washington. "Die Welt hat den Iran gewarnt."

Unter heftiger Kritik aus dem Ausland wurde die Uranumwandlung in der iranischen Atomanlage Isfahan am 8. August wieder aufgenommen. Dabei wird Natururan in Uranhexafluorid umgewandelt, das Ausgangsprodukt für die Urananreicherung mit Hilfe von Zentrifugen. Vom Grad der Anreicherung hängt es ab, ob das entstehende Material als Kernbrennstoff für die Stromgewinnung oder für den Bau von Atomsprengsätzen verwendet wird.

Quelle: ap

 
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