| 12.32 Uhr

Abbruch der Jamaika-Sondierungen
Aufregung um Grafik der FDP in sozialen Netzwerken

Jamaika gescheitert: FDP-Chef Lindner erteilt Koalition eine Absage
Düsseldorf. Eine Grafik der FDP sorgt in den sozialen Netzwerken für Diskussionen. Die Frage dahinter: Haben die Liberalen den Abbruch der Jamaika-Verhandlungen von langer Hand geplant? Doch das Social-Media-Team der Partei kontert schnell.

Unmittelbar nach dem Abbruch der Sondierungen für eine Jamaika-Koalition in der Nacht zum Montag veröffentlichte das Social-Media-Team der FDP in den sozialen Netzwerken eine Grafik. Zu lesen ist darauf genau der Spruch, den Parteichef Christian Lindner in seiner Erklärung für das Aus der Verhandlungen verwendet hatte: "Lieber nicht regieren als falsch."

Schon zu diesem Zeitpunkt wunderte sich so mancher etwa auf Twitter, wieso die FDP so schnell auf den Abbruch der Gespräche reagieren konnte. "Saß der Grafiker mit am Sondierungstisch?", fragt etwa ein User. Ein anderer: "Wie lange hattet ihr das Sharepic eigentlich schon vorbereitet?" Die Antwort des Teams auf Twitter lautete fast immer gleich.

Das Problem allerdings: Die Grafik war nicht auf die Schnelle gebaut worden, sondern schon früher: am Donnerstag nämlich, einen Tag vor der ursprünglich vorgesehenen Schlussrunde der Sondierer. Das hatten mehrere Nutzer herausgefunden, als sie sich die Bilddatei etwas genauer anschauten - unter anderem eine Redakteurin des "Spiegel", deren Tweet über 2000 Mal retweetet wurde.

Heißt das, dass die FDP ihren Abgang von langer Hand geplant hatte? Eine neue Diskussion beginnt. Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt reagierte per Twitter.

Doch die FDP lieferte dafür eine Erklärung.

Auch die Generalsekretärin der Liberalen, Nicola Beer, sah sich zu einer Erklärung genötigt.

Aus dem eigenen Lager bekommt die FDP für diese Erklärung viel Unterstützung - und sieht sich gleich der nächsten Diskussion ausgesetzt: Wie durchinszeniert darf Politik sein?

(das)
 
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