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Facebook-Troll hetzt gegen Schwule - Jens Spahn kontert cool

Jens Spahn (CDU) reagiert gelassen auf schwulenfeindliche Hetze bei Facebook
Jens Spahn (Archiv). FOTO: dpa, nie jai htf jai
Berlin. Ein Facebook-Nutzer beleidigt CDU-Politiker Jens Spahn mit einem schwulenfeindlichen Kommentar. Der 37-Jährige, der mit einem Mann verheiratet ist, reagiert souverän - und macht dem Hetzer einen Vorschlag.

Einmal pro Woche beantwortet CDU-Politiker Jens Spahn auf Facebook Fragen von Nutzern. Etwa 20 Minuten liest der 37-Jährige vor, was ihm Menschen schreiben, und sagt etwas dazu. Er geht auch auf Beleidigungen ein. So wie am Montag: Es ist der letzte Beitrag, den der Politiker dieses Mal vorliest, und der Absender unterstellt homosexuellen Menschen pädophile Neigungen. Aber Spahn reagiert souverän.

"Ich kann ja mal vorlesen, was Sie hier schreiben", sagt Spahn und zitiert den Nutzer: "'Mit kleinen Kindern kennt ihr Hinterlader in den Parteien euch gut aus.'" Das sei eine besondere Form der Beleidigung, antwortet der CDU-Politiker, der sich im vergangenen Jahr für die Ehe für alle ausgesprochen hat. "Aber das lassen wir jetzt mal weg. Ich sage Ihnen etwas anderes." Dann nutzt der Politiker die schwulenfeindliche Hetze für einen Konter.

Posted by Jens Spahn on Montag, 12. Februar 2018

"Freuen Sie sich doch, dass jemand wie ich sagt: Ich möchte Familien unterstützen und ich möchte es möglich machen und mithelfen, dass mehr junge Menschen, dass mehr junge Paare sich für Kinder entscheiden", sagt Spahn. "Anstatt dumme Sprüche zu machen, könnten Sie doch einfach sagen: 'Schön, dass wir gemeinsam Familien unterstützen wollen.'" Und der 37-Jährige fügt hinzu: "Vielleicht ein bisschen weniger das Trennende suchen, einfach mal schauen, wo wir gemeinsam etwas Schönes vorhaben für dieses Land." 

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Spahn, bisher Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, hatte kurz vor Weihnachten in Essen seinen Lebenspartner, den Journalisten Daniel Funke (36), geheiratet. Der Politiker aus dem Münsterland gilt in der CDU als einer derjenigen, die in der Partei künftig mehr Verantwortung übernehmen könnten. Er gehört auch zu den Kandidaten für ein Ministeramt in einer möglichen neuen großen Koalition.

(mit Material der Nachrichtenagentur dpa)

(wer)
 
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