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CSU-Wahlkampf: Jetzt wäscht Pauli schmutzige Wäsche

zuletzt aktualisiert: 26.09.2007 - 13:44

München (RPO). Im Wahlkampf um den CSU-Vorsitz greift Gabriele Pauli Horst Seehofer wegen seiner Berliner Affäre an: Doppelmoral, so ihr Vorwurf. "Jeder kann ja so leben wie er will, aber Glaubwürdigkeit ist, dass man dann nicht in ein Parteiprogramm was anderes rein schreibt", sagt die Fürther Landrätin.

Wenn man als CSU-Politiker den besonderen Schutz der Ehe im Parteiprogramm verfechte, solle man entweder danach leben, oder akzeptieren, dass die Lebenswirklichkeit vieler inzwischen anders sei, erklärte Pauli  am Mittwoch dem Sender Antenne Bayern.

Ihren Vorschlag einer auf sieben Jahre befristeten Ehe, für den sie harsche Kritik bekam, verteidigte sie erneut. Trotz des Wunsches nach einer lebenslangen Ehe dürfe man Trennungen nicht als Tragik sehen. "Ich möchte, dass wir nicht die einen als bessere Menschen bezeichnen, sondern dass wir allen die Chance geben, ihr Leben so zu leben, wie es ihnen passt", sagte Pauli.

Die Landrätin, die am kommenden Samstag bei der Wahl um den CSU-Parteivorsitz gegen den bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber und gegen Seehofer antritt, bekräftigte ihren Siegeswillen: "Ich würde mir wünschen, Vorsitzende zu werden, aber ich weiß, dass ich bestimmte Themen dann nicht ansprechen dürfte, weil mir die Parteistrategen sagen, da würde ich mich taktisch unklug verhalten."

Quelle: ap

 
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