kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Müller (CDU) zuversichtlich über Gesetzentwurf: Jetzt wird bei der Zuwanderung ums Geld gestritten

zuletzt aktualisiert: 27.05.2004 - 13:07

Berlin (rpo). Nach der Einigung ist vor der Einigung: Nach der Verständigung auf Grundzüge eines Zuwanderungsgesetzes streiten Regierung und Opposition nun über die Integrationskosten.

Dem Standpunkt von Bundesinnenminister Otto Schily, die Kostenzusage des Bundes beziehe sich nur auf die Zuwanderer nach In-Kraft-Treten des Gesetzes, widersprach Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU). Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) gab sich am Donnerstag trotzdem zuversichtlich.

Schily sagte der "Leipziger Volkszeitung": "Der Bund kann nicht allein die Integrations-Versäumnisse der letzten Jahrzehnte finanzieren." Beckstein nannte es dagegen "einen der großen Erfolge ... der politischen Einigung, dass die Integrationskosten, also die Kurse, vollständig vom Bund übernommen werden". Das betreffe auch hier ansässige Ausländer. "Damit ist auch die Frage der Kostenbelastung für die Kommunen abschließend geklärt", fügte Beckstein hinzu.

Der Bund rechnet laut "Leipziger Volkszeitung" mit zusätzlichen Integrationskosten von rund 35 Millionen Euro jährlich bei Neuzuwanderern. Für die nachholende Integration bereits in Deutschland ansässiger Ausländer werde mit einem Aufwand von mehreren hundert Millionen Euro gerechnet.

Bosbach: Teufel im Detail

Mit Ausnahme der Grünen traten die Bundestagsfraktionen am Morgen zu Fraktionssitzungen zusammen, um das Ergebnis der Chefgespräche mit Bundeskanzler Gerhard Schröder vom Dienstag zu diskutieren. Konfrontiert mit den Meldungen über die strittige Finanzierung, sagte der CDU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach: "Der Teufel steckt im Detail. Vorschriften genügen nicht. Man muss sich über Gesetzestexte verständigen."

SPD-Chef Franz Müntefering lobte dagegen die Unterhändler mit den Worten: "Das ist ein gutes Zeichen, dass es in entscheidenden Punkten die Fähigkeit gibt zu streiten über den richtigen Weg und sich dann zu einigen."

Müller, der neben Beckstein und Schily mit der Ausformulierung des Gesetzentwurfs beauftragt ist, versprach: "Wir werden die Gespräche konstruktiv führen." Er gehe davon aus, "dass die Beauftragten einen Gesetzentwurf vorlegen können".

Mehrere Grünen-Politiker erwarteten, dass ihre Partei doch noch direkt an der Formulierung des Gesetzestextes beteiligt werde. Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele wurde von der Chemnitzer "Freien Presse" mit den Worten zitiert, das sei für ihn ein "ganz entscheidender Punkt". Die Nichtberücksichtigung nannte er einen "Affront ... gegenüber dem bisherigen Verhandlungsführer der Grünen", Volker Beck. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckart widersprach im ZDF-Morgenmagazin allerdings dem Eindruck, die Grünen seien ausgebootet worden. "Wir werden alles, was da vorgeschlagen wird, miteinander besprechen."

Einwanderungsrecht in Japan verschärft

Das japanische Parlament verschärfte am Donnerstag das Einwanderungsrecht. Die Strafe für illegalen Aufenthalt wurde von 300.000 Yen (2.200 Euro) auf 3 Millionen verzehnfacht. Ausgewiesene Ausländer dürfen erst nach zehn Jahren wieder einreisen, bisher war dies nach fünf Jahren erlaubt.

Mit dem verschärften Recht, das im kommenden Jahr in Phasen eingeführt werden soll, will Japan die Verwundbarkeit durch internationalen Terrorismus verringern. Eine Kampagne, die Zahl der sich illegal in Japan aufhaltenden Ausländer zu halbieren, läuft bereits. Sie wird derzeit auf 250.000 geschätzt.


 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Innenministerkonferenz

Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Die Innenminister und -senatoren sind in Göhren-Lebbin zu ihrer Frühjahrskonferenz zusammengekommen. mehr 

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Innenministerkonferenz

Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Die Innenminister und -senatoren sind in Göhren-Lebbin zu ihrer Frühjahrskonferenz zusammengekommen. Auf der Tagung wollen die Ressortchefs unter anderem über die Themen Sicherheit in Fußballstadien, Salafismus und Rockerclubs beraten.  mehr

 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

Top-Services