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Expertengruppe
Trittin, von Beust und Platzeck leiten neue Atom-Kommission

Hintergrund: Die NRW-Atomanlagen
Hintergrund: Die NRW-Atomanlagen FOTO: dapd
Berlin. Die Bundesregierung hat eine neue Experten-Atom-Kommission berufen. Am Mittwoch setzte das Kabinett das Gremium ein, die bis zum Februar nach Lösungen zur langfristigen Finanzierung der auf mindestens 47,5 Milliarden Euro geschätzten Kosten für Abriss der Kernkraftwerke und Endlagerung des Atommülls suchen soll. Diskutiert wird seit Langem über die Einrichtung eines öffentlich-rechtlichen Atomfonds oder einer Atom-Stiftung, in die die Milliarden-Rückstellungen der Energiekonzerne für den Atomausstieg übergehen könnten. Von Birgit Marschall

Geleitet wird die 19-köpfige Expertengruppe vom früheren Hamburger Regierungschef Ole von Beust (CDU), Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und dem ehemaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD).

Weitere Mitglieder sind neben einigen führenden Wissenschaftlern auch Unionsfraktionsvize Michael Fuchs, die frühere Grünen-Politikerin Monika Griefahn, BDI-Präsident Ulrich Grillo, DGB-Chef Reiner Hoffmann, der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), der CSU-Politiker Georg Nüßlein, die SPD-Politikerin Ute Vogt sowie Bischof Ralf Meister.  

Zugleich beschloss die Bundesregierung ein Gesetz von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), mit dem verhindert werden soll, dass die Energiekonzerne sich vor den Kosten für den Atomausstieg drücken.

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