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Berlin
Merkel wird laut Klöckner wieder als CDU-Vorsitzende kandidieren

Julia Klöckner: Angela Merkel wird als CDU-Vorsitzende kandidieren
Angela Merkel im Sommerinterview mit der ARD. FOTO: dpa, rje kde
Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach Angaben von CDU-Vize Julia Klöckner auf dem Parteitag Anfang Dezember in Essen wieder als CDU-Vorsitzende kandidieren.

Merkel werde dann selbst entscheiden, wann sie verkünden werde, ob sie wieder als Kanzlerkandidatin antreten werde, sagte Klöckner am Montag vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin. Sie gehe davon aus, dass CDU und CSU einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten aufstellen würden. Sie könne sich keine andere Kanzlerkandidatin vorstellen als Merkel.

Bundestagspräsident Nobert Lammert (CDU) sagte auf die Frage, ob die Kanzlerin beim CDU-Parteitag wieder als Vorsitzende antreten solle:"Ich denke ja."

Viele Parteimitglieder wollem Merkel als Kanzlerkandidatin

Führende CDU-Politiker plädieren derweil öffentlich auch für eine neuerliche Kanzlerkandidatur von Angela Merkel. Der hessische Ministerpräsident und CDU-Vize Volker Bouffier sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Ich halte es für richtig, dass Angela Merkel wieder als Kanzlerkandidatin antritt." Die saarländische Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte dem Blatt: "Ich bin für eine weitere Legislaturperiode, weil Angela Merkel die Richtige ist."

Nordrhein-Westfalens CDU-Chef Armin Laschet sagte, Merkel führe das Land mit Besonnenheit und klarem Kurs durch eine Zeit voller Krisen. "Deutschland ist heute wirtschaftlich und politisch der Hort der Stabilität in Europa. Damit dies so bleibt, sollte Angela Merkel auch nach 2017 Bundeskanzlerin sein", sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende der FAZ.

Bisher hatten führende CDU-Politiker auf öffentliche Erklärungen zu einer weiteren Kanzlerkandidatur Merkels weitgehend verzichtet. Am Wochenende hatte die Diskussion jedoch Fahrt aufgenommen, nachdem der "Spiegel" berichtet hatte, Merkel wolle ihre Entscheidung wohl erst im Frühjahr 2017 bekannt geben. Grund dafür sei, dass der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erst dann entscheiden wolle, ob seine Partei Merkel wieder unterstützen werde.

(lai/dpa)
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