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Stellvertretende CDU-Vorsitzende
Klöckner: Koalition wird an Flüchtlingspolitik nicht zerbrechen

Julia Klöckner: Koalition wird nicht an Flüchtlingspolitik zerbrechen
Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner macht sich keine Sorgen um die Stabilität der Großen Koalition. FOTO: dpa, iwa tba
Berlin. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner befürchtet kein Auseinanderbrechen der großen Koalition wegen der Differenzen in der Flüchtlingspolitik. "Ich glaube, da gab es schon andere Herausforderungen in unserem Land", sagte sie.

"Gehen Sie davon aus, dass Sie auch am Montag weiterhin über die große Koalition berichten dürfen", sagte Klöckner am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin" weiter. Mit Blick auf das Koalition-Krisentreffen zur Flüchtlingspolitik am Sonntag forderte Klöckner die Zustimmung der SPD zu den umstrittenen Transitzonen an den Grenzen. Es handele sich nicht um "Haftanstalten", wies sie die SPD-Kritik zurück. Zudem betonte die Parteivize, dass es in Deutschland zwar keine "zahlenmäßige", wohl aber eine "faktische" Obergrenze für die Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge gebe.

Am Wochenende wollen die Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Sigmar Gabriel (SPD) über die Flüchtlingskrise beraten. Seehofer drängt auf eine schnelle Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen und droht mit politischen und juristischen Konsequenzen, falls das nicht geschehen sollte. Darauf reagierte Klöckner betont gelassen: "Na ja, ich liege jetzt nicht nachts schlaflos in den Kissen deshalb", sagte die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende im ZDF.

Zuvor hatte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) wegen des Flüchtlingsstreits von einer "echten Koalitionskrise" gesprochen.

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(dpa)