Neue Studie der Sparkassen: Junge Leute legen Notgroschen zurück
zuletzt aktualisiert: 07.09.2010 - 16:47Berlin (RPO). Der Notgroschen steht bei jungen Leuten hoch im Kurs. Rund Dreiviertel der 18- bis 39-Jährigen in Deutschland legen einer Sparkassen-Studie zufolge Geld für unvorhergesehne Ereignisse auf die Seite.
"Die durchaus erheblichen Sparanstrengungen der jungen Erwachsenen sind positiv zu bewerten", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis, am Dienstag bei der Vorstellung der Umfrage. 65 Prozent der Befragten sparten für konkrete Wünsche wie etwa eine Reise, etwa ebenso viele investierten in ihre Altersvorsorge.
Für das Alter vorzusorgen wird vor allem ab dem dreißigsten Lebensjahr ein Thema: Legt vorher nur etwa jeder Zweite Geld für das Alter zurück, zahlen 77 Prozent der 30- bis 39-Jährigen in eine private Altersvorsorge ein, wie die Studie weiter ergab. Außerdem gewinnt die Altersvorsorge mit zunehmendem Einkommen an Bedeutung.
Bei Geringverdienern, also mit einem Haushaltseinkommen von weniger als 1000 Euro monatlich, spart mehr als die Hälfte nicht für eine private Altersvorsorge. Beim Sprung in die nächsthöhere Einkommensgruppe bis 2000 Euro steigt der Anteil der Vorsorger bereits um 20 Prozentpunkte.
Allerdings seien die jungen Erwachsenen eher planlos beim Sparen. "Da wird hier und da was eingezahlt, aber das ergibt nur selten etwas sinnvolles Ganzes", sagte Haasis. Er riet zunächst den Notgroschen auf die Seite zu legen und sich dann um längerfristige Anlagen zu kümmern.
Geld verbinden die etwa 1000 Befragten überwiegend mit Freiheit. Für jeden Fünften bedeutet es aber auch "Arbeit und Probleme". Vor allem die Gruppe der Geringverdiener bewertete Geld negativ. Interesse an Finanzthemen hat immerhin rund die Hälfte der Personen in der ersten Lebenshälfte.
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