Aufarbeitung des Wahlergebnisses gefordert: Junge Union probt Aufstand gegen Merkel
zuletzt aktualisiert: 15.10.2009 - 19:44Berlin (RPO). Am Freitag startet der Deutschlandtag der Jungen Union – und der könnte für Aufsehen sorgen. Denn der CDU-Nachwuchs begehrt gegen die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf.
Die Landesverbände der Jungen Union Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland, "unverzüglich einen Bundesparteitag einzuberufen", wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet. Der JU-Deutschlandtag in Münster möge diese Forderung beschließen.
"Im Mittelpunkt dieses Parteitags muss die Aufarbeitung des unbefriedigenden Unions-Ergebnisses bei der zurückliegenden Bundestagswahl sowie eine Debatte über eine künftige Strategie ,40 plus' stehen", heißt es in einem Initiativantrag, welcher der Zeitung vorliegt. Die Bundeskanzlerin solle die Gelegenheit nutzen, um "den Koalitionsvertrag zu diskutieren und ein Sofort-Programm der neuen Regierung zu präsentieren".
Die drei JU-Landesvorsitzenden Steffen Bilger (Baden-Württemberg), Martin Binder (Rheinland Pfalz) und Roland Theis (Saarland) verlangen zudem "einen Generalsekretär, der zur Abteilung Attacke gehört". Es sei "Feigheit vor dem Freund", sich einer Debatte über die Gründe für das schlechte Wahlergebnis verweigern zu wollen, sagte Theis der Zeitung.
Merkel hatte ihre Zusage, auf dem Deutschlandtag der JU zu sprechen, mit Verweis auf die zeitgleich stattfindenden Koalitionsverhandlungen in Berlin am Montag zurückgezogen.
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