kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kabinett westerwelle rösler merkel 110830
  Foto: dpa, dpa
Kommentare ()

Gesetzesentwurf verabschiedet: Kabinett beschließt Entwurf zu Euro-Schirm

zuletzt aktualisiert: 31.08.2011 - 11:57

Berlin (RPO). Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen weiteren Schritt zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise unternommen. Die Ministerrunde brachte die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF auf den Weg. Verabschiedet wurde eine Formulierungshilfe für einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Mehr zum Thema

Noch unklar ist, inwiefern der Bundestag künftig über die Verwendung des EFSF mitbestimmen darf. Abgeordnete von Union und FDP wollen dem Parlament deutlich mehr Rechte einräumen als bisher.

Die Ausweitung des EFSF war im Juli von den europäischen Staats- und Regierungschefs verabredet worden. Der Rettungsschirm soll neue Befugnisse erhalten, um zum Beispiel gezielter den Banken in einem Land zu helfen, das in finanzielle Schieflage geraten ist. Außerdem wird die Gesamtsumme, die aus dem EFSF in Form von Krediten vergeben werden kann, erhöht. Sie soll künftig 440 Milliarden Euro betragen.

Die beteiligten Staaten bürgen dafür mit Garantien in Höhe von 780 Milliarden Euro. Deutschland übernimmt davon 211 Milliarden, das ist gut ein Viertel. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lud die Spitzen der Bundestagsfraktionen für den Vormittag ins Kanzleramt ein, um mit ihnen über den weiteren Umgang mit dem EFSF zu sprechen.

Fricke für "abgestuftes Verfahren"

Bis Ende September soll das deutsche Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein. Doch zunächst muss die Frage geklärt werden, wie genau der Bundestag an Entscheidungen über den künftigen EFSF beteiligt wird. Bisher muss sich die Bundesregierung um "Einvernehmen" mit dem Haushaltsausschuss bemühen. Die Abgeordneten haben aber keine Möglichkeit, das Vorgehen zu stoppen oder abzuändern.

Das soll künftig anders sein. Der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke sagte der Nachrichtenagentur dapd in Bergisch Gladbach, er könne sich ein "abgestuftes Verfahren" vorstellen, um die Handlungsfähigkeit der Regierung auch bei einem Parlamentsvorbehalt zu erhalten.

Grundsatzentscheidungen sollten im Plenum fallen, das tägliche Geschäft dann der Haushaltsausschuss übernehmen. Für Eilfälle wäre es möglich, dass die Sprecher der Fraktionen zu kurzen Konsultationen zusammenfinden und in kürzester Zeit entscheiden.

Barthle: Eigene Mehrheit steht

Fricke arbeitet gemeinsam mit dem Haushaltsexperten der Unionsfraktion, Norbert Barthle (CDU), an der Formulierung der Parlamentsbeteiligung. Die beiden Abgeordneten sollen bereits heute einen Entwurf fertigstellen, wie die Nachrichtenagentur dapd aus Kreisen der Unionsfraktion erfuhr.

Dieser soll am Donnerstag auf der Klausurtagung des Fraktionsvorstands der Union besprochen werden. Am Donnerstag und Freitag begibt sich zudem die Arbeitsgruppe Haushalt der Unionsfraktion in Klausur, am zweiten Tag kommen die Fachpolitiker der FDP dazu.

Der Streit über die Beteiligung des Bundestags hatte zuletzt Befürchtungen geschürt, Merkel müsse bei der Abstimmung über die Ausweitung des EFSF um die Kanzlermehrheit bangen. Fricke und Barthle zeigten sich jedoch am Mittwoch überzeugt, dass die Mehrheit steht. "Wenn es einen ordentlichen Parlamentsvorbehalt gibt, gehe ich fest davon aus", sagte Fricke. Barthle sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Ich bin überzeugt, dass wir eine eigenständige Mehrheit in der Koalition zustande bringen."

Quelle: apd/ila

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Computervirus

Iran meldet erfolgreiche Bekämpfung von "Flame"

Die iranische Regierung hat nach eigenen Angaben den Computervirus Flame erfolgreich bekämpft. Der iranische Minister für Kommunikation und ... mehr 

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Kristina Schröder hält unverdrossen daran fest: Ab August 2013 soll in Deutschland der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Innenministerkonferenz

Jäger erwägt Verbot von Salafisten

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Schröder hält daran fest: Ab August 2013 soll der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gelten. Am Mittwoch legte sie ein Zehn-Punkte-Programm vor. Mit seiner Hilfe sollen doch noch 130.000 Betreuungsplätze entstehen. "Fast ... mehr

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

Top-Services