kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Evangelische Kirche: Käßmann plädiert für Rückzug aus Afghanistan

zuletzt aktualisiert: 24.12.2009 - 08:26

Hannover (RPO). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, fordert eine rasche Beendigung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Es sei zum Verzweifeln, dass wieder einmal das Militärische den Vorrang bekommen habe.

Die Soldaten sollten "möglichst bald" heimkehren, sagte sie der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Auch nach den weitesten Maßstäben der Evangelischen Kirche in Deutschland ist dieser Krieg so nicht zu rechtfertigen, deshalb muss die gewalttätige Auseinandersetzung möglichst rasch beendet werden", forderte die Landesbischöfin von Hannover.

Einen Abzug der Militärseelsorger als Zeichen der Kirche lehnte sie aber ab, da die Geistlichen wichtige Seelsorger der Soldaten blieben. "Hier wird kein Krieg abgesegnet, sondern werden Menschen begleitet."

Es sei aber "zum Verzweifeln", dass in der Afghanistan-Auseinandersetzung "wieder einmal das Militärische den Vorrang" bekommen habe vor allen anderen Mitteln, meinte Käßmann. So müsste beispielsweise der Waffen- und Drogenhandel, der den Terror finanziere, unterbrochen werden. Auch mit den Taliban müsse man Gespräche wagen.

In einem Beitrag für die "Neue Presse" in Hannover schreibt Käßmann, dass Frieden - also die zentrale Weihnachtsbotschaft - noch immer nicht überall Realität ist, dass es allein seit Ende des Zweiten Weltkrieges mehr als 230 Kriege gegeben habe und immer noch Kriege stattfänden. "Was in Afghanistan passiert, können wir nicht beschönigen, dort herrscht Krieg", dort gebe es "Unrecht und Gewalt". Sie hätte sich gewünscht, "den zivilen Möglichkeiten absoluten Vorrang beim Aufbau von Frieden zu geben". Die EKD-Vorsitzende: "Krieg und Gewalt dürfen niemals Normalität werden."

Einen offiziellen Termin für einen Abzug aus Afghanistan gibt es nicht. In der Bundesregierung wird aber verstärkt über eine so genannte Exit-Option, eine Abzugsperspektive diskutiert. Das wird auch Thema bei der Nato-Konferenz Ende Januar sein. US-Präsident Barack Obama hat einen Abzug ab 2011 in Aussicht gestellt, die Truppen aber zunächst massiv verstärkt.

Anders als Obama spricht Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bisher nicht von einem Termin für einen Truppenabzug. Die internationale Gemeinschaft werde der afghanischen Bevölkerung so lange zur Seite stehen, bis diese selbst für ihre Sicherheit sorgen könne, sagte Rasmussen bei einem Besuch in Kabul.

Quelle: apd/pst

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Innenministerkonferenz

Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Die Innenminister und -senatoren sind in Göhren-Lebbin zu ihrer Frühjahrskonferenz zusammengekommen. mehr 

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Hans-Peter-Friedrich-der-Innenminister_1_63045.jpg

Innenministerkonferenz

Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Die Innenminister und -senatoren sind in Göhren-Lebbin zu ihrer Frühjahrskonferenz zusammengekommen. Auf der Tagung wollen die Ressortchefs unter anderem über die Themen Sicherheit in Fußballstadien, Salafismus und Rockerclubs beraten.  mehr

 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

Top-Services