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200.000 Menschen
Merkel lehnt Seehofers Flüchtlingsobergrenze ab

Porträt in Bildern: Das ist Angela Merkel
Porträt in Bildern: Das ist Angela Merkel FOTO: dpa, Patrick Seeger
Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt die Forderung von CSU-Chef Horst Seehofer nach einer Obergrenze für neu ankommende Flüchtlinge in Deutschland von 200.000 Menschen pro Jahr klar ab. Das sagte der Regierungssprecher in Berlin.

"Dieses ist nicht die Position der Bundeskanzlerin. Eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen lässt sich nach unserer Überzeugung nicht im nationalen Alleingang erreichen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Die Flüchtlingskrise sei ein europäisches Problem. Sie könne und müsse europäisch gelöst werden durch: Solidarität, Kontingente, Hotspots, Bekämpfung von Fluchtursachen und effiziente Kontrolle von EU-Außengrenzen.

"All das soll dazu führen, dass wir aus illegaler Migration legale Migration machen, und dass wir die Zahl derjenigen, die bei uns ankommen, dauerhaft und spürbar verringen", betonte Seibert. Auf die Frage, ob Merkel Seehofer bei ihrem Treffen während der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Wildbad Kreuth am Mittwoch von ihrer Position überzeugen könne, sagte er: "Die Positionen sind bekannt und das Gespräch in Kreuth wird wie immer ein offenes sein." Er fügte hinzu: "Die Bundeskanzlerin freut sich auf die Begegnung und die Diskussion mit der CSU-Landesgruppe."

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(dpa)