kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Gesundheitskosten: Kanzlerin stellt sich hinter Minister Rösler

zuletzt aktualisiert: 13.03.2010 - 17:51

Frankfurt/Main (RPO). Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine Entkoppelung von Gesundheits- und Arbeitskosten ausgesprochen und damit auf die Seite von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) gestellt.  Gesundheitsexperten kritisierten unterdessen Röslers Vorschläge zur Arzneimittelpreissenkung.

"Koppeln wir steigende Gesundheitskosten weiter allein paritätisch an die Arbeitskosten, dann belasten wir die Arbeitsplätze", sagte die CDU-Vorsitzende der "Sonntag Aktuell". Merkel sagte, in dieser Wahlperiode werde die Regierung "evolutionäre, keine revolutionären Veränderungen vornehmen". Dies geschehe "unter einer Voraussetzung, und zwar der eines automatischen Sozialausgleichs, damit es gerecht zugeht".

Die Kanzlerin verteidigte das Konzept einkommensunabhängiger Prämien. Der Ausgleich im Gesundheitssystem erfolge heute über Beiträge. "Wenn der Sozialausgleich stärker über Steuermittel erfolgt, kann das gerechter sein, weil jeder Steuerzahler beteiligt ist, auch die hohen Einkommen. Dagegen werden die Beiträge nur bis zur Bemessungsgrenze erhoben."

Gröhe: Kein Beitrag pro Kopf

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe nannte in der "BZ" konkrete Pläne für die Arbeit der Regierungskommission zur Gesundheitsreform: Demnach soll die Beitragsfreiheit mitversicherter Familienmitglieder erhalten bleiben. "Es wird also keinen Beitrag pro Kopf geben", sagte Gröhe. Ebenso werde es zunächst beim bisherigen Beitragssystem bleiben. Die Pauschale pro Versicherungsnehmer solle es lediglich für die "unvermeidbare Kostensteigerung" geben.

Röslers Vorschlägen zur Senkung der Arzneimittelausgaben kommentierte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im "Spiegel" mit den Worten, aus dem Eckpunktepapier "spricht die Diktion der Pharmaindustrie". Viele der Vorschläge des Ministers entsprächen der Vorlage des Verbands der Forschenden Arzneimittelhersteller - etwa, dass die Kassen einzeln mit den pharmazeutischen Unternehmen Verträge aushandeln sollen. "Das stärkt nur die Position der Pharmaindustrie", sagte auch der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig.

Kritik an Arzneimittelkosten

Der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder bewertet Röslers Pläne als "zu zögerlich". Sie würden frühestens im nächsten Jahr wirksam, sagte der CSU-Politiker dem "Focus". Er forderte schon für 2010 ein Preismoratorium. "Außerdem brauchen die Krankenkassen ein Verhandlungsmandat gegenüber der Pharmaindustrie." Handlungsbedarf sieht er sowohl bei den innovativen Medikamenten als auch bei den Generika. Grundsätzlich sieht Söder jedoch Röslers Vorhaben als "Schritt in die richtige Richtung".

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie wehrte sich gegen Vorwürfe, für die Kostenexplosion bei Medikamenten verantwortlich zu sein. Von den jährlich knapp 30 Milliarden Euro für die Versorgung mit Arzneimitteln entfielen nur 60 Prozent auf die Hersteller, sagte Verbandschef Bernd Wegener der "Rheinpfalz am Sonntag". Der Rest gehe an die Apotheken und an den Großhandel sowie in die Taschen des Staates.

Dagegen sagte Klinikchef Arnold Ganser der "Wirtschaftswoche", in Deutschland seien selbst uralte Medikamente völlig überteuert, obwohl sie weder teuer in der Herstellung seien, noch für sie hohe Forschungskosten anfielen. Die Medikamentenpreise in Deutschland orientierten sich "ausschließlich an der hohen Kaufkraft der Menschen", nicht aber an den Kosten.

Quelle: apd/das

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Wahlen in Ägypten

Kandidat fordert neue Auszählung

Nach der ersten Runde der ägyptischen Präsidentschaftswahl hat ein Kandidat eine teilweise Nachzählung der Stimmen gefordert. mehr 

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Die bewaffnete syrische Opposition wird mit Geld und Waffen aus den reichen Golf-Staaten und Hilfe der USA immer stärker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Fast 100 Tote in Syrien

UN-Beobachter bestätigen Blutbad

Die IWF-Chefin zeigt sich hart

Lagarde hat kein Mitlied mit den Griechen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Nikolaus-Schneider-Ratsvorsitzender-des-EKD_1_53012.jpg

Pfingstsonntag

Die Nordkirche gründet sich

Sonntag wird im holsteinischen Städtchen Ratzeburg aus den drei alten Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern eine neue gegründet – die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, kurz: Nordkirche. Vorausgegangen sind 13 Jahre ... Von Frank Vollmer  mehr

 

Interview mit Gerda Hasselfeldt (CSU)

"Betreuungsgeld ohne Auflagen"

 

Bundestag debattiert über Flughafendebakel

"Wahnsinn", "Provinzniveau", "versemmelt"

 
 

Seeheimer Kreis kritisiert Troika

SPD-Politiker sehnen sich nach Kanzlerkandidaten

 

Merkel und Seehofer angeblich einig

Weg für Schröders flexible Frauenquote offenbar frei

Top-Services