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Ex-Minister
Guttenberg will trotz CSU-Comeback vorerst in den USA bleiben

Guttenberg mit neuem Look
Guttenberg mit neuem Look FOTO: dapd, Halifax International Security Forum
München. Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) strebt trotz seines Comebacks in der Parteiarbeit der CSU derzeit keine vollständige Rückkehr nach Deutschland an.

Guttenberg lege Wert darauf, dass sein Schwerpunkt weiterhin die Leitung seiner expandierten Investment- und Consultingfirma Spitzberg Partners bleibe, teilte die CSU am Freitag in München mit. Sein Lebensmittelpunkt bleibe "auf absehbare Zeit in den USA".

CSU-Chef Horst Seehofer berief Guttenberg nach einem laut CSU "ausführlichen und sehr freundschaftlichen Gespräch" in sein Kompetenzteam für die kommenden Wahlen in Bayern, das er im November auf dem nächsten CSU-Parteitag präsentieren will. Guttenberg solle Expertise "zu geopolitischen, sicherheits- und außenpolitischen Fragen" sowie zu Fragen der Digitalisierung und neuer Technologien, einbringen. Dies solle er auch für den sogenannten Außenpolitischen Club der Christsozialen tun.

"Dies ist der Versuch einer bescheidenen Unterstützung meiner politischen Heimat durch bestehende und gewonnene Erfahrungswerte und internationale Netzwerke", erklärte der ehemalige Minister, der vor seinem Rücktritt als einer der beliebtesten deutschen Politiker galt.

Der einstige CSU-Hoffnungsträger hatte im Herbst 2009 das Verteidigungsressort übernommen. Anfang 2011 trat Guttenberg zurück, nachdem ihm die Universität Bayreuth wegen Plagiaten den Doktortitel aberkannt hatte. Seither war aber immer wieder über eine mögliche Rückkehr in die Politik spekuliert worden.

(AFP)
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