kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Steuerstreit: Kauder für Steuersenkungen auf Pump

zuletzt aktualisiert: 16.05.2009 - 10:04

Leipzig (RPO). Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) will die Steuern in der nächsten Wahlperiode unabhängig von der Haushaltslage zu senken. "Wenn der Staat immer Geld übrig haben müsste, um Steuern zu senken, hätte man nie etwas zur Entlastung der Bürger tun können", sagte der CDU-Politiker. Nach der jüngsten Steuerschätzung muss sich der Staat bis 2013 auf Steuerausfälle von 316 Milliarden Euro einstellen.

Volker Kauder (CDU) sieht Handlungsbedarf beim Bund. Foto: AP, AP

"Man darf Konsolidierung und Steuersenkungen nicht gegeneinander stellen. Im Gegenteil: Sie gehören gerade in der jetzigen Situation zusammen", erklärte er gegenüber dem  "Hamburger Abendblatt". CDU und CSU hätten sich darauf verständigt, die "Wirkungen der kalten Progression in der nächsten Legislaturperiode zu entschärfen", bekräftigte Kauder. "Lohnerhöhungen dürften nicht durch den höheren Steuerabzug und die Inflation wieder aufgefressen werden." Diese Politik sei "seriös", fügte er hinzu.

Eine Steuerreform auf Pump stößt allerdings auch innerhalb der Union auf Kritik. Der Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer, sagte der "Leipziger Volkszeitung": "Steuern auf Pump nehmen uns die Wähler nicht ab." Die CDU müsse ihre Politik "in ihren wichtigen Grundsätzen besser erklären und dazu gehört, dass eine solide Haushaltspolitik zu den Markenzeichen der Union gehört". Im Übrigen sei es "kaum vermittelbar, wenn man einerseits heute Steuern auf Pump senken, aber andererseits für die nächste Generation eine Schuldenbremse ins Grundgesetz bringen will", sagte Kretschmer.

Der Mittelstandsexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, sagte, "wir können Steuern senken in dem Maß, wie der Staat gleichzeitig bei seinen Ausgaben einspart". Dabei gebe es noch immer große Spielräume. Als ein Beispiel nannte Fuchs den Verzicht der Bundesregierung, für eine halbe Milliarde Euro Pläne zur Mondfahrt zu verfolgen. Angesichts der Krise und der Notwendigkeit zum steuerpolitischen Signal sagte Fuchs: "Peterchens Mondfahrt findet jetzt nicht statt; wir bleiben besser mit beiden Beinen fest auf dem Boden."

Seehofer pocht auf schnelle Steuersenkungen

CSU-Chef Horst Seehofer drängt hingegen weiter auf rasche Steuersenkungen nach der Bundestagswahl. "Mehr Netto vom Brutto" müsse zum Kernelement schwarz-gelber Regierungspolitik nach der Wahl werden, sagte Seehofer in einem am Samstag vorab veröffentlichten Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". Nach der Wahl werde gemeinsam die dritte Stufe einer leistungsgerechten Besteuerung angegangen.

Mit der Pendlerpauschale und der zum 1. Juli in Kraft tretenden Einkommensteuersenkung habe die Union die ersten beiden Stufen der notwendigen Steuerentlastung umgesetzt, sagte Seehofer. Deshalb müsse nun auch zeitnah der dritte Schritt folgen. Der bayerische Ministerpräsident zeigte sich überzeugt, dass die Steuern reduziert werden könnten, ohne das Ziel solider Haushaltspolitik aus den Augen zu verlieren.

Merkel geschlossen unterstützen

Kauder hat zudem CDU und CSU dazu aufgerufen, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Wahlkampf geschlossen zu unterstützen. "Die Kanzlerin ist unsere Spitzenfrau und alle in der Union sind aufgefordert, mitzuhelfen", sagte Kauder. In diesem Wahlkampf komme es ganz entscheidend auf zwei Dinge an: Vertrauen und Zuversicht, betonte er. "Zuversicht verbreiten wir allerdings nur dann, wenn wir eine geschlossene Gruppe sind."

Kauder räumte ein, dass in der Union "in der Übergangsphase zwischen großer Koalition und Wahlkampf eine gewisse produktive Unruhe zu spüren ist". Jeder habe inzwischen ein Handy und wisse, wo er anrufen könne, wenn er eine Anregung geben wolle. "Er muss es nicht über sonstige Medien tun", sagte Kauder.

Dem bisherigen Koalitionspartner unterstellte Kauder, nach der Bundestagswahl eine Zusammenarbeit mit Grünen und Linkspartei anzustreben. In der kommenden Woche werde die SPD versuchen, Bundespräsident Horst Köhler mit den Stimmen der Linkspartei "aus dem Amt zu drücken", sagte Kauder. "Wer soll der SPD da noch glauben, dass sie nach der Bundestagswahl auf eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei verzichtet?"

Quelle: DDP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wulff - der Witz der Session

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

Der Bundespräsident wird bei den Büttenrednern in diesem Jahr zum Pointengeber. mehr 

Bewegung für Sunniten, Schiiten und Kurden

Säkulare Partei im Irak gegründet

Eine Gruppe irakischer Dissidenten hat am Samstag eine neue Partei gegründet. Die Union der ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

Bewegung für Sunniten, Schiiten und Kurden

Säkulare Partei im Irak gegründet

US-Anti-Drogen-Behörde DEA

Beweise für Korruption in Mexiko

Proteste in Griechenland gegen Sparplan

"Nieder mit der Erpressung durch die Troika"

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Alstereisvergnügen lockt nach Hamburg

Hamburger und Hamburg-Besucher können sich auf das langersehnte Alstereisvergnügen freuen. Das Event findet von Freitag bis Sonntag statt. ... mehr 

Wulff intervenierte auch bei Springer-Chef Doepfner wegen Artikel

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

Der Bundespräsident wird bei den Büttenrednern in diesem Jahr zum Pointengeber. In den Karnevalshochburgen ziert er die Wagen der Rosenmontagszüge. Auf den Sitzungen widmen ihm die Jecken lange Passagen ihrer Programme. Von Sybille Möckl  mehr

 

Bundesverkehrsminister Ramsauer:

"Es wird keinen Freibrief für Raser geben"

 

Gesundheitsminister Bahr im Interview

Rückzahlung für Millionen Versicherte ?

 

Stunde der Entscheidung

Sauerland kämpft um sein Amt

 
 

Daniel Bahr im Interview

Kassen sollen Überschüsse auszahlen

Top-Services