Mindestlohn-Debatte: Kauder: Müntefering soll in Harry Potters Zauberschule
zuletzt aktualisiert: 22.08.2007 - 07:58Frankfurt/Main (RPO). Im Streit über Mindestlöhne hat Unions-Fraktionschef Volker Kauder scharfe Kritik an Vizekanzler Müntefering geäußert. Es sei eine "unmögliche Verknüpfung", wenn der Arbeitsminister die Höhe der "Hartz IV"-Bezüge mit seiner Forderung nach einem Mindestlohn verbinde.
Dadurch werde "mit den Sorgen vieler Menschen gespielt", sagte Kauder der "Frankfurter Rundschau". Müntefering solle "in Harry Potters Zauberschule gehen", wenn er immer wieder sein Zauberwort "Mindestlohn" gebrauche, betonte Kauder. Wenn es einen Zusammenhang zwischen "Hartz IV" und Mindestlohn gebe, dann den, dass durch die Einführung eines Mindestlohns die Arbeitslosigkeit und damit die Zahl der "Hartz IV"-Empfänger erhöht werde.
Vor der Klausurtagung des Bundeskabinetts im brandenburgischen Meseberg lobte Kauder die Arbeit des Bündnisses aus CDU/CSU und SPD. In einer großen Koalition müsse es mehr Kompromisse geben als in einer kleinen, sagte Kauder der Zeitung. Deshalb gebe es "auch aus unseren Reihen schon mal Kritik". Das ändere aber nichts daran, "dass die Unionsfraktion insgesamt mit unserer Halbzeitbilanz sehr zufrieden ist."
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