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Verschärfung des Waffenrechts: Kauder verteidigt Pläne der Koalition

zuletzt aktualisiert: 17.05.2009 - 09:14

Hamburg (RPO). Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat die Kritik an den Plänen der großen Koalition zur Verschärfung des Waffenrechts zurückgewiesen. Der Staat müsse kontrollieren, ob Waffen ordnungsgemäß verwahrt würden oder ob Unberechtigte an sie herankommen könnten.

Dies sagte der CDU-Politiker der Online-Ausgabe des "Hamburger Abendblatts". Von Pauschalverdacht könne keine Rede sein. "Jäger und Schützen sollten erkennen, dass diese Maßnahmen in ihrem Interesse liegen", fügte er hinzu.

Zugleich sprach sich Kauder für Nachbesserungen im Detail aus. "Den Entwurf, der jetzt vorliegt, halte ich für sinnvoll, über Einzelheiten muss in den Fraktionen aber noch gesprochen werden", sagte er. Umstritten ist vor allem das geplante Verbot sogenannter Paintball-Spiele.

Vertreter von Union und SPD hatten sich in einer Arbeitsgruppe unter anderem darauf geeinigt, die Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen von 14 auf 18 Jahre zu erhöhen. Auch sollen die Behörden künftig unangemeldet Waffenbesitzer überprüfen können.

Bisher regelt das Gesetz nur eine Prüfung nach drei Jahren. Die Forderung, privaten Waffenbesitz zu verbieten, lehnen die Koalitionspartner ab, weil eine zentrale Lagerung von Schusswaffen "ein gigantischer Aufwand" sei. Die Regelungen sollen noch vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden.

Quelle: DDP

 
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