Entführung im Irak: Kein Kontakt zu deutschen Geiseln
zuletzt aktualisiert: 25.01.2006 - 07:23Erfurt (rpo). Deutsche Behörden haben noch keinen Kontakt zu den im Irak entführten Deutschen oder den Geiselnehmern. Inzwischen tagte erneut der Krisenstab im Auswärtigen Amt. Vorangiges Ziel: Informationen sammeln. Auch Generalbundesanwalt Kay Nehm leitete ein Verfahren ein.
Wie eine Justizsprecherin am Mittwoch in Karlsruhe sagte, richten sich Nehms Ermittlungen wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Geiselnahme gegen Unbekannt. Das Verfahren wurde bereits am Dienstag eingeleitet.
Der Krisenstab tagte nach Angaben einer Sprecherin am Morgen rund eine dreiviertel Stunde unter Leitung von Staatssekretär Klaus Scharioth. Ein zentrales Anliegen sei es, nähere Informationen über den Entführungsfall zu bekommen.
Im Interesse der Betroffenen könnten Einzelheiten nicht bekannt gegeben werden, sagte die Sprecherin. Auch Berichte in Medien werde das Auswärtige Amt nicht kommentieren. Das Außenamt stehe in Kontakt mit allen relevanten Behörden. Die deutsche Vertretung in Bagdad unter Leitung von Botschafter Bernd Erbel wiederum suche ständig Verbindung mit den zuständigen Stellen im Irak.
Mindestens vier Männer mit Schusswaffen hatte das Auto der Ingenieure am Dienstag in der Nähe der Ölraffinerie von Beidschi gestoppt, 250 Kilometer nördlich von Bagdad. Die Deutschen waren auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz gewesen. Die Wartungsingenieure arbeiteten nach Medienberichten in Beidschi für den Anlagenbauer Cryotec aus Bennewitz bei Wurzen.
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